Spitzenforschung

Fünf Tage mit Nobelpreisträgern

David Podlesainski trifft auf der 75. Lindauer Nobelpreisträgertagung eine Woche lang auf brillante Köpfe aus aller Welt.

„Ich fühle mich unglaublich geehrt, Teil dieser beeindruckenden Veranstaltung zu sein, die jungen Wissenschaftlern aus aller Welt die Möglichkeit bietet, die Pioniere unserer Zeit kennenzulernen,“ schreibt der RUB-Biologe Dr. David Podlesainski auf seinem LinkedIn-Profil. Es ist Tag eins seiner Woche auf der diesjährigen Lindauer Nobelpreisträgertagung. Der Wissenschaftler hatte zuvor einen wettbewerbsintensiven, mehrstufigen Bewerbungs- und Nominierungsprozess erfolgreich durchlaufen – ebenso wie weitere 600 junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus mehr als 90 Ländern. Am Bodensee treffen sie vom 28. Juni bis 3. Juli 2026 aufeinander – und auf über 70 Nobelpreisträgerinnen und Nobelpreisträger.

Die Tagung

Seit 1951 versammeln sich jedes Jahr rund 30 bis 40 Nobelpreisträgerinnen und Nobelpreisträger in Lindau, um die nächste Generation führender Wissenschaftler kennenzulernen: 600 Studierende, Masterstudierende, Promovierende und Postdocs aus aller Welt. Der Schwerpunkt der Lindauer Tagungen wechselt jährlich zwischen den drei wissenschaftlichen Disziplinen des Nobelpreises, Physik, Chemie oder Physiologie/Medizin. Alle fünf Jahre findet eine interdisziplinäre Tagung statt, alle drei Jahre die Lindauer Tagung der Wirtschaftswissenschaften. Die vielfältigen Formate des wissenschaftlichen Programms – Vorträge, Diskussionen und vieles mehr – ermöglichen den Dialog untereinander und regen den Austausch von Wissen, Ideen und Erfahrungen zwischen und unter Nobelpreisträgerinnen und Nobelpreisträger und Early Career Researchern an. 

Jubiläumstagung 2026

Die diesjährige Tagung zum 75. Jubiläum rückt die Interdisziplinarität in den Fokus. Fünf Tage lange lauscht auch Podlesainski spannenden Vorträgen und tauscht sich mit anderen Early Career Researchern unterschiedlichster Disziplinen aus. Welche Worte hallen besonders nach? „Die Worte des dänischen Chemikers und Nobelpreisträger von 2022, Morten Peter Meldal.“ In einer Diskussion über Interdisziplinarität in der Wissenschaft sagte er: “Outstanding discoveries are about observation. If you can think of it at your desk, someone else has already done it.“ (Herausragende Entdeckungen basieren auf Beobachtungen. Wenn Sie es sich an Ihrem Schreibtisch ausdenken können, hat es jemand anderes bereits getan.) 

Podlesainskis wohl eindrücklichste Begegnung? Ein Spaziergang mit dem US-amerikanischen Chemiker und Nobelpreisträger von 2024, John M. Jumper. „Er beantwortete alle unsere wissenschaftlichen Fragen im Detail und erzählte viele lustige Geschichten über den Erhalt des Nobelpreises.“

Mehr erfahren?

  • Alle Sitzungen der Tagung sind als Aufnahmen verfügbar.
  • Weitere persönliche Eindrücke finden Sie auf Podlesainskis privatem LinkedIn-Profil.

Veröffentlicht

Freitag
03. Juli 2026
13:41 Uhr

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