Die Autorinnen und Autoren des aktuellen Papers (von links): Martin Muhler, Catalina Leiva-Leroy, Julius Ponhöfer, Wolfgang Schuhmann und Adarsh Koul
Chemie
Nachhaltigeres Verfahren für die Alkoholoxidation
Durch eine Kombination von thermischen und elektrokatalytischen Methoden lässt sich die Alkoholoxidation präzise steuern und energieeffizienter gestalten.
Forschende der Ruhr-Universität Bochum haben eine neue Methode entwickelt, die die Oxidation von Alkoholen besser kontrollierbar und nachhaltiger macht. Die Alkoholoxidation ist sowohl für die synthetische Chemie als auch für nachhaltige Energieanwendungen bedeutend. Üblicherweise werden thermische Verfahren dafür verwendet; die zu überwindende Aktivierungsenergie für die Reaktion wird also in Form von Wärme bereitgestellt, und die Oxidation erfolgt durch Sauerstoff unter Druck. Zusammen mit dem Max-Planck-Institut für Kohlenforschung in Mülheim kombinierte das Bochumer Team diesen Ansatz nun mit einem elektrokatalytischen Verfahren, das Strom aus nachhaltigen Quellen als zusätzliche Triebkraft verwendet. Die Gruppe um Prof. Dr. Martin Muhler, Prof. Dr. Ferdi Schüth und Prof. Dr. Wolfgang Schuhmann beschreibt die Methode in der Zeitschrift „Angewandte Chemie“ vom 18. Juni 2026.
„Die Kopplung elektrischer mit thermischer Energie bei gleichzeitig erhöhter Effizienz ist ein generelles Prinzip, das auf vielfältige Prozesse übertragen werden kann“, sagt Wolfgang Schuhmann.