Turbinenschaufeln im Flugzeugturbinen müssen extreme Belastungen aushalten und daher häufig ausgetauscht werden. Ein neues Verfahren soll sie verjüngen. 

© RUB, Lehrstuhl Werkstofftechnik

Werkstoffforschung

Ein zweites Leben für Turbinenschaufeln in Flugzeugturbinen

Verjüngen statt Erneuern: Nach einer druckunterstützen Wärmebehandlung sollen Turbinenschaufeln für Flugzeugturbinen wieder sein wie neu.

Jahre des Einsatzes bei Temperaturen über 1.000 Grad Celsius und extremen mechanischen Belastungen hinterlassen Spuren in Flugzeugturbinen und den darin verbauten Turbinenschaufeln. Im Betrieb verändert sich ihre Mikrostruktur, und im Werkstoff bilden sich Poren als lokale Defekte. Turbinenschaufeln der ersten Stufe werden daher in der Regel nach etwa 5.000 Flugmissionen – etwa drei bis sechs Jahren – ausgetauscht. Ein Bochumer Forschungsteam untersucht, ob sich die Schaufeln stattdessen verjüngen und erneut einsetzen lassen. So ließen sich Energie und Rohstoffe, insbesondere von kritischen Elementen, einsparen. An dem Verfahren arbeiten die Forschenden um Prof. Dr. Sebastian Weber und Dr. Louis Becker vom Lehrstuhl Werkstofftechnik der Ruhr-Universität Bochum im Verbundprojekt „Second_Life“. Das Projekt wird seit August 2026 für drei Jahre im Luftfahrtforschungsprogramm LuFo Klima VII-1 des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie gefördert.

Kooperationspartner

Neben dem Verbundkoordinator an der Ruhr-Universität Bochum sind an dem Projekt beteiligt: das Institut für Werkstoffforschung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln sowie als industrielle Partner Lufthansa Technik, Aalberts Surface Technologies und Otto Fuchs.
 

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Veröffentlicht

Mittwoch
21. Oktober 2026
10:44 Uhr

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