Wissenschaftliche Brücken in die Ukraine
Science Bridge stärkt Hochschulen in der Region Dnipro
Die Universitätsallianz Ruhr verbindet konkrete Unterstützung mit langfristiger Zusammenarbeit in Forschung, Transfer und Lehre. In der Ukraine ist eine umfangreiche Gerätelieferung angekommen.
Während sich die Kriegssituation in der Ukraine und insbesondere in der Region Dnipro weiter verschärft, bauen die drei Universitäten der Universitätsallianz Ruhr ihre Zusammenarbeit mit ukrainischen Partnerhochschulen weiter aus. Mit dem vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen (MKW NRW) geförderten Projekt DniProNRW – Science Bridge verbinden die Ruhr-Universität Bochum, die TU Dortmund und die Universität Duisburg-Essen konkrete Unterstützung wissenschaftlicher Infrastruktur mit langfristigen Kooperationen in Forschung, Lehre und Transfer. Entwickelt und koordiniert wird das Projekt durch das Verbindungsbüro Osteuropa/Zentralasien‘/Südkaukasus (OEZA) der UA Ruhr an der Ruhr-Universität Bochum.
Wissenschaftliche Ausstattung für Dnipro
Anfang September 2026 hat sich ein besonderer Transport aus dem Ruhrgebiet auf den Weg in die Ukraine gemacht: Laborgeräte, wissenschaftliche Ausstattung und IT-Hardware wurden an die Partnerhochschulen in der Region Dnipro geliefert. Die Geräte wurden nicht pauschal gesammelt, sondern gemeinsam mit den ukrainischen Partnern nach dem konkreten Bedarf vor Ort ausgewählt, geprüft und für ihren Einsatz in Forschung und Lehre vorbereitet.
Möglich wurde der Transport durch ein großes Engagement innerhalb der drei Universitäten. Fakultäten, wissenschaftliche und technische Mitarbeitende haben Geräte identifiziert, geprüft und für die Weitergabe vorbereitet. Die Universitätsverwaltungen kümmerten sich unter anderem um Abstimmungen, Buchhaltung, Dokumentation und die organisatorische Abwicklung. Auch Studierende haben tatkräftig beim Zusammenstellen, Verpacken und bei der Vorbereitung der Ausstattung für den Transport mit angepackt. Begleitende Schulungs- und Train-the-Trainer-Formate sollen dazu beitragen, dass die Ausstattung vor Ort nachhaltig genutzt werden kann.
Drei Stränge verbinden Wissenschaft und Wiederaufbau
Die Gerätelieferung ist nur ein Baustein eines deutlich umfassenderen Ansatzes. DniProNRW verbindet drei thematische Stränge, bei denen jeweils eine UA-Ruhr-Universität federführend ist: Beim Transfer übernimmt diese Rolle die TU Dortmund, in der Wasserforschung die Universität Duisburg-Essen und in der Germanistik (Prof. Dr. Björn Rothstein) die Ruhr-Universität Bochum.
Allen drei Strängen liegt ein gemeinsamer Gedanke zugrunde: Die Zusammenarbeit soll nicht erst nach dem Ende des Krieges beginnen. Wissenschaftliche Strukturen, internationale Netzwerke und gemeinsame Projekte können bereits heute dazu beitragen, Hochschulen zu stabilisieren und Perspektiven für die Zukunft zu schaffen.
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