Der Veranstaltungsort in Bochum wird im Anschluss an die Anmeldefrist bekannt gegeben.

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Neutralität, Haltung, Handlungssicherheit

Lehrende, Verwaltungsmitarbeitende und Veranstaltungsverantwortliche der UniverCity sollen den richtigen Umgang mit demokratiegefährdenden Positionen im Hochschul- und Wissenschaftskontext erlernen.

Rechtspopulistische Äußerungen, diskriminierende Zwischenrufe, Störversuche bei Veranstaltungen – Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen sind mit solchen Situationen zunehmend konfrontiert. Wie reagiert man souverän, rechtssicher und haltungsstark? Wo endet Neutralität, wo beginnt institutionelle Verantwortung? Und wie kann Schutz gegenüber Studierenden und Mitarbeitenden nicht nur im Einzelfall, sondern strukturell gedacht werden? Diesen Fragen widmet sich UniverCity Bochum in einem institutionsübergreifenden Workshop für Mitarbeitende der Mitgliedsinstitutionen des Netzwerks. Der Workshop findet am 22. Oktober 2026 von 14 bis 18.30 Uhr statt; der Ort wird noch bekannt gegeben, er ist abhängig von der Zahl der Interessierten.

Mitmachen

Der Workshop richtet sich ausschließlich an Lehrende, Verwaltungsmitarbeitende und Veranstaltungsverantwortliche aus den Mitgliedsinstitutionen von UniverCity. Anmeldeschluss ist der 28. August 2026. 

Der Workshop gliedert sich in drei aufeinander aufbauende Bausteine:

  • Im ersten Teil gibt Prof. Dr. Dr. Sigrid Graumann, Rektorin der Evangelischen Hochschule Bochum (EvH), eine wissenschaftliche Einordnung zu Neutralitätsgebot, Wissenschaftsfreiheit und demokratischer Verantwortung; sie stellt auch den an der EvH entwickelten Handlungsleitfaden zum Umgang mit rechtspopulistischen Positionen vor.
  • Im zweiten Teil beleuchtet Prof. Dr. Isolde Karle, Prorektorin für Diversität, Inklusion und Talententwicklung an der Ruhr-Universität Bochum, das Thema aus institutioneller Perspektive: Was bedeutet Schutz- und Fürsorgeverantwortung gegenüber Studierenden und Mitarbeitenden konkret und wie lässt sie sich strukturell verankern? Beide Impulse bilden die Grundlage für einen gemeinsamen Austausch über Erfahrungen und Herausforderungen aus dem Alltag der Mitgliedsinstitutionen.
  • Der dritte Baustein widmet sich der Frage, wie Hochschulen und Forschungseinrichtungen in eskalierenden oder sicherheitsrelevanten Situationen handlungssicher agieren können: Welche Zuständigkeiten gelten? Wie werden Konfliktlagen frühzeitig erkannt? Und wie gelingt die Zusammenarbeit mit externen Stellen im Ernstfall? Ein externer Fachbeitrag zu diesen Fragen ist vorgesehen; Details werden zu einem späteren Zeitpunkt kommuniziert.

Veröffentlicht

Donnerstag
30. April 2026
10:16 Uhr

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