Auf einen Blick: das Mitarbeitenden-Ensemble des Musischen Zentrums
Theater im Musischen Zentrum
Mitarbeitenden-Ensemble zeigt „Odysee“
Diese endlose Reise aus der Feder von Roland Schimmelpfennig schreibt sich tatsächlich nur mit einem „s“.
Am 13. Juni (19 Uhr) und am 14. Juni (16 Uhr) führt das Mitarbeitenden-Ensemble des Musischen Zentrums das Stück „Odysee“ von Roland Schimmelpfennig auf. Eine Schauspieltruppe wartet, bis sie spielen darf. Sie führen Homers „Odyssee“ aus der Sicht eines Lehrers mit einem Kleinwagen auf. Dieser wiederum erzählt seiner heimlichen Geliebten Penelope die verwegenen Abenteuer eines ruhmreichen Helden, der zehn Jahre über das Meer irrte.
Penelope trösten diese Geschichten, denn auch ihr Mann Odysseus zog vor über zehn Jahren in den Trojanischen Krieg und ist seitdem nicht heimgekehrt. Spekulationen über seinen Verbleib treiben ihre Blüten. Der Lehrer versucht gar nicht erst, diese Gerüchte zu zerstreuen, sondern erschafft vor Penelope eine bunte und schräge Sagenwelt: Sirenen in Fußgängerzonen, Krieger in Baumärkten, betrunkene Schweine und philosophierende Zyklopen, die Odysseus’ Rückkehr unmöglich erscheinen lassen.
In der Bearbeitung des Gegenwartsdramatikers Roland Schimmelpfennig wird das große Epos zur Parabel auf Flucht und Identitätssuche. Es thematisiert psychische und soziale Konsequenzen von Krieg und Kolonialisierung und ist in fragmentarischer Erzählweise mit Homers klassischen Gesängen verwoben. Es spielen Holger Bäcker, Nataschka Faure, Eva-Maria Fromm, Mariam Hammami, Torben Müller, Hendrik Neukäter, Indra Schweer, Daniel Skurt und Denise Welz unter Leitung von Karin Freymeyer. Der Eintritt ist frei.