Ein Bild der neuen Ausstellung: Ralph Fleck, La Mancha 5//II aus dem Jahr 1993
Neue Ausstellung
Zerfallende Wirklichkeiten in der Situation Kunst
KI hin, alternative Fakten her: Malerei erschafft seit jeher ihre eigene Wirklichkeit. Erlebbar wird das in einer neuen Ausstellung.
Wie entsteht Wirklichkeit im Bild und wie verhält sich die Bildwirklichkeit zur Realität? Eine neue Ausstellung mit Werken von Jaap van den Ende, Ralph Fleck und Caroline von Grone zeigt, wie Malerei unseren Blick auf die alltäglich-vertraute Wirklichkeit verändert und sie in faszinierende Bildwelten verwandelt.
Was wir für Realität halten, ist längst nicht mehr selbstverständlich. Spätestens seit dem Auftauchen KI-generierter Bildwelten und der Verbreitung vermeintlich alternativer Fakten ist das Vertrauen in einen allgemeingültigen Konsens darüber, was Wirklichkeit ist, ins Wanken geraten. Die Ausstellung „Zerfallende Wirklichkeiten. Jaap van den Ende, Ralph Fleck und Caroline von Grone“ greift diese hochaktuelle Fragestellung auf und zeigt, dass Malerei seit jeher ihre eigene Wirklichkeit erschafft, und zwar nicht als Abbild, sondern als sinnlich wahrnehmbare, kritische Reflexion des Sichtbaren. Ausgangspunkt aller gezeigten Arbeiten ist die präzise Beobachtung des Alltags. Unscheinbare Orte und beiläufige Situationen bilden die Grundlage für drei sehr unterschiedliche künstlerische Werkgruppen, die das Verhältnis von beobachteter Realität und ihrer Übersetzung in ein Bild auf je ganz eigene Weise ausloten.