Ein Bild der neuen Ausstellung: Ralph Fleck, La Mancha 5//II aus dem Jahr 1993

© 2026 VG Bild-Kunst, Bonn; Foto: Hartmut Schmidt

Neue Ausstellung

Zerfallende Wirklichkeiten in der Situation Kunst

KI hin, alternative Fakten her: Malerei erschafft seit jeher ihre eigene Wirklichkeit. Erlebbar wird das in einer neuen Ausstellung.

Wie entsteht Wirklichkeit im Bild und wie verhält sich die Bildwirklichkeit zur Realität? Eine neue Ausstellung mit Werken von Jaap van den Ende, Ralph Fleck und Caroline von Grone zeigt, wie Malerei unseren Blick auf die alltäglich-vertraute Wirklichkeit verändert und sie in faszinierende Bildwelten verwandelt.

Was wir für Realität halten, ist längst nicht mehr selbstverständlich. Spätestens seit dem Auftauchen KI-generierter Bildwelten und der Verbreitung vermeintlich alternativer Fakten ist das Vertrauen in einen allgemeingültigen Konsens darüber, was Wirklichkeit ist, ins Wanken geraten. Die Ausstellung „Zerfallende Wirklichkeiten. Jaap van den Ende, Ralph Fleck und Caroline von Grone“ greift diese hochaktuelle Fragestellung auf und zeigt, dass Malerei seit jeher ihre eigene Wirklichkeit erschafft, und zwar nicht als Abbild, sondern als sinnlich wahrnehmbare, kritische Reflexion des Sichtbaren. Ausgangspunkt aller gezeigten Arbeiten ist die präzise Beobachtung des Alltags. Unscheinbare Orte und beiläufige Situationen bilden die Grundlage für drei sehr unterschiedliche künstlerische Werkgruppen, die das Verhältnis von beobachteter Realität und ihrer Übersetzung in ein Bild auf je ganz eigene Weise ausloten.

Termin

Die Ausstellung wird am 20. September 2026 um 12 Uhr im Kubus eröffnet. Auf dem Programm stehen die Begrüßung und einführende Worte von Dr. Silke von Berswordt-Wallrabe und Dr. Eva Wruck sowie ein Artist Talk: Prof. Dr. Karen van den Berg im Gespräch mit Jaap van den Ende und Caroline von Grone. Ab 13 Uhr ist die Ausstellung dann im Museum unter Tage zu sehen, um 15 und 16 Uhr finden jeweils kurze Führungen statt.

Veröffentlicht

Montag
07. September 2026
12:28 Uhr

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