Carl Arnold Kortum besaß auch eine Leidenschaft für Pflanzen.
Ausstellung im Botanischen Garten
Kortum mal etwas anders
Die Ausstellung widmet sich nicht dem Dichter, sondern dem Botaniker Carl Arnold Kortum.
In Bochum ist der Name Kortum allgegenwärtig. Meist denkt man dabei an die Einkaufsstraße und den Kortum-Brunnen, der die satirische „Jobsiade“ zeigt. Doch der Arzt und Schriftsteller Carl Arnold Kortum war auch ein leidenschaftlicher Botaniker. Anlässlich des Abschlusses eines großen Digitalisierungsprojekts seines historischen Herbariums im Stadtarchiv richtet eine Ausstellung im Botanischen Garten den Blick auf den unbekannten Naturforscher Kortum. Die Ausstellung „Carl Arnold Kortum (1745 – 1824). Arzt, Dichter und Botaniker“ wird am 15. Oktober 2026 um 17 Uhr im Alten Foyer des Botanischen Gartens feierlich eröffnet. Sie ist dort bis zum 31. Oktober 2027 zu sehen; Öffnungszeiten: Montag bis Sonntag 9 bis 17 Uhr, Eintritt frei.
Zu sehen sind vor allem prächtige Leinwanddrucke, die Seiten aus den Herbarien Kortums zeigen, sowie eine Replika eines der Originalbände von Kortums Herbarium. Außerdem hat das Ausstellungsteam Handpuppen vom Stadtarchiv erhalten, mit denen 1965 im Bochumer Graf-Engelbert-Gymnasium ein Puppenspiel nach der „Jobsiade“ aufgeführt wurde. Die Köpfe schnitzte der Holzbildhauer Ludwig Königsberger aus Augsburg, der auch für die Augsburger Puppenkiste arbeitete.
Kooperationspartner
Die Pflanzenkunde war für Kortum weit mehr als ein bloßes Hobby: Mit außergewöhnlicher Beobachtungsgabe erforschte, sammelte, systematisierte und dokumentierte er die Pflanzenwelt seiner Zeit. Sein Interesse gipfelte 1815 in dem handgeschriebenen Lehrbuch „Erste Linien der Allgemeinen Kräuterwissenschafft“ und hinterließ darüber hinaus Spuren in einem umfangreichen Herbarium.