Eva Günzel (links) und Lukas Klöter haben an einer „UNIC Staff Week“ im Ausland teilgenommen.

© RUB, Marquard

UNIC Staff Exchange

Was vom Austausch bleibt

Lukas Klöter und Eva Günzel haben über die europäische Hochschulallianz UNIC, der die RUB angehört, an einer „UNIC Staff Week“ im Ausland teilgenommen. Im Interview berichten sie von ihren Erfahrungen.

Das Netzwerk UNIC – European University of Cities in Post-Industrial Transition – verbindet die Ruhr-Universität Bochum mit neun weiteren Hochschulen in Europa. Der Austausch zwischen den Beschäftigten der Partner ist dabei ein wichtiger Bestandteil der Zusammenarbeit innerhalb der europäischen Hochschulallianz. Lukas Klöter aus dem Dezernat 5 – Bau und Gebäudemanagement der Ruhr-Universität – nahm an einem UNIC Staff Exchange an der University of Liège in Belgien teil. Eva Günzel, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Fakultät für Sozialwissenschaft, besuchte eine Staff Week der University of Deusto im Baskenland. Im Doppelinterview erzählen beide, wie sie den fachlichen und persönlichen Austausch erlebt haben und welche Impulse sie mit nach Bochum genommen haben.

Wie sind Sie auf die Möglichkeit aufmerksam geworden, im Rahmen von UNIC-Kolleginnen und Kollegen anderer Universitäten kennenzulernen?
Eva Günzel: Bei einem Mittagessen mit UNIC-Koordinatorin Jonna Tikkanen, die sofort ihr großartiges Netzwerk aktiviert hat. Das zeigt auch wunderbar, wie wichtig (Austausch-)Pausen sind.

Lukas Klöter: Bei mir war es ebenfalls eine Kollegin aus dem UNIC-Projektteam, die mich auf die Möglichkeit der Teilnahme aufmerksam gemacht hat.

Und was hat Sie bewogen, sich tatsächlich zu bewerben?
Klöter: Die Chance, mich mit Kolleg*innen aus Europa auszutauschen, hat mich sehr angesprochen. Insbesondere, weil die UNIC-Universitäten, obwohl sie in unterschiedlichen Ländern liegen, bestimmte Rahmenbedingungen teilen.

Günzel: Ich wollte die baskische UNIC-Universität Deusto kennenlernen und Kontakte knüpfen. Zudem hat mich das Thema der Austauschwoche „Digitalisation at Home“ in meiner Schnittstellenfunktion zwischen International Office und Sowi-Fakultät sehr angesprochen.

Vor Ort wurde deutlich, wie vielfältig und unterschiedlich die Universitäten des UNIC-Netzwerkes sind.

— Lukas Klöter

Was haben Sie vor Ort erlebt? Was ist Ihnen besonders in Erinnerung geblieben?
Klöter: Vor Ort wurde deutlich, wie vielfältig und unterschiedlich die Universitäten des UNIC-Netzwerkes sind. Gleichzeitig haben wir festgestellt, dass wir aufgrund externer Faktoren und Pfadabhängigkeiten viele gemeinsame Herausforderungen haben.

Günzel: Was mich am meisten fasziniert hat, waren die unterschiedlichen Herangehensweisen der Teilnehmer von 18 verschiedenen Universitäten aus zwölf Ländern an dieselben Themen und Herausforderungen. Dafür ist der Austausch über einen längeren Zeitraum sehr wertvoll. Mein Highlight war außerdem eine sehr liebevoll organisierte Stadtrallye durch San Sebastián. Das hat den Zusammenhalt der Gruppe auch nochmal sehr gestärkt.

Der Austausch soll auch dazu dienen, voneinander zu lernen. Gibt es etwas Konkretes, das Sie von Ihren internationalen Kolleginnen und Kollegen mit zurück an die RUB genommen haben?
Klöter: Wir haben uns viel zur gemeinsamen beziehungsweise geteilten Nutzung von Flächen ausgetauscht. Die Anforderung, die Flächen der Universität möglichst effizient zu nutzen, gibt es nicht nur bei uns. Hieraus ist bereits ein konkreter Folgetermin mit Kolleg*innen der Erasmus Universität Rotterdam entstanden, zu dem wir den Teilnehmerkreis auf Seiten der Ruhr-Universität erweitert haben.

Ich würde gerne die lockere, soziale Atmosphäre aus der Staff Week mit in meinen Arbeitsalltag nehmen.

— Eva Günzel

Günzel: Tatsächlich waren neben europäischen Teilnehmenden auch Kolleg*innen aus Ecuador, den USA und Korea Teil der Staff Week. Ich würde gerne die lockere, soziale Atmosphäre dieser Woche mit in meinen Arbeitsalltag nehmen. Inhaltlich möchte ich mich an einem Virtual-Exchange-Kurs eines Kollegen aus Malmö orientieren und dessen Konzept als Inspiration für die Entwicklung eigener Lehrformate nutzen.

Neben den fachlichen Erfahrungen: Was nehmen Sie ganz persönlich aus dem Austausch mit?
Klöter: Persönlich nehme ich den besonders positiven, interkulturellen Austausch mit.

Günzel: Liebe Kontakte zu Kolleg*innen aus vielen verschiedenen Ländern und die Erkenntnis, dass Bilbao, San Sebastián und das Baskenland insgesamt sehr schöne Orte zum Leben und Arbeiten sein können.

Veröffentlicht

Montag
12. Oktober 2026
11:13 Uhr

Von

Jasmin Hihat

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