Expertise und Infrastruktur finden Interessierte auf der neuen Plattform online. 

© André Wirsig für ForLab

Online-Plattform

Kompetenzatlas zur Mikroelektronik-Forschung an deutschen Hochschulen

Unternehmen können ohne Registrierung in der Datenbank suchen: nach Expertise, Geräten, Räumen. 

Der Startschuss fiel auf der Fachtagung „Mikroelektronik-Forschung in Deutschland: von den Grundlagen zur Anwendung“, die vom 4. bis zum 6. März 2026 im Deutschen Bergbaumuseum Bochum stattfindet. Im Rahmen der Konferenz wurde das offizielle Signal zur Freischaltung des ForLab Kompetenzatlas gegeben – einer Plattform, welche die Hochtechnologie-Infrastrukturen und spezifischen Expertisen im Bereich Mikroelektronikforschung an deutschen Hochschulen sichtbar, durchsuchbar und zugänglich macht. 

Der Kompetenzatlas ist in Form einer Datenbank und eines interaktiven Netzwerks organisiert. Diese verzeichnet die Kompetenzen, Technologien und Akteure der ForLab-Mitgliedshochschulen. Mit dem Start des ForLab-Kompetenzatlas wurde ein zentraler Meilenstein im Projekt Forlab-Natalie erreicht. Das vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) geförderte Projekt ist der Zusammenschluss von aktuell 23 deutschen Hochschulen, die hochkarätige Forschung im Bereich der Mikroelektronik betreiben. Federführende Sprecherhochschulen sind die Ruhr-Universität Bochum, die TU Dresden und die TU Ilmenau.

Expertise und hochspezialisierte Infrastrukturen auf einen Blick

„Die Plattform richtet sich an Forschungseinrichtungen und Unternehmen – insbesondere an kleine und mittlere Unternehmen, die gezielt nach Fachwissen, Geräte-Infrastruktur, technologischen Lösungen und Kooperationspartnern suchen. Sie stellt damit ein wichtiges Werkzeug für den Transfer in die Industrie dar“, so Prof. Dr. Jens Müller, Leiter des Projekts und Vizepräsident für Internationale Beziehungen und Transfer an der TU Ilmenau. 

Ein besonderer Fokus liegt auf der Sichtbarmachung von hochspezialisierten Infrastrukturen, insbesondere Reinräumen an deutschen Universitäten, die für Forschungs- und Entwicklungsprojekte in Bereichen wie Mikroelektronik oder Nanotechnologie eine zentrale Rolle spielen. Der Kompetenzatlas erleichtert nicht nur die Suche nach diesen Ressourcen, sondern unterstützt auch eine leichtere Nutzung und eine stärkere Vernetzung zwischen Wissenschaft und Wirtschaft.

Mit der Freischaltung der Webseite ist die Entwicklung jedoch nicht abgeschlossen. Über einen Login-Bereich können die Mitglieder ihre jeweiligen Informationen aktuell halten und um Neuerungen ergänzen. Auch sind weitere Inhalte und Features für die Zukunft geplant. Eine wichtige Rolle spielen auch die Nutzenden der Plattform: Deren Feedback aus der Arbeit mit dem Kompetenzatlas soll direkt in die Weiterentwicklung und Implementierung zukünftiger Funktionen einfließen. Die langfristige Betreuung und Vorhaltung des Atlas wird über das Zentrum für Mikro- und Nanotechnologien der TU Ilmenau in enger Zusammenarbeit mit dem dortigen Universitätsrechenzentrum sichergestellt.

Key Features ForLab Kompetenzatlas

  • Einfacher, zentraler Zugang zu den Kompetenzen des bundesweiten Netzwerks
  • Gemeinsame Datenbank mit detaillierten Informationen zu Geräten, Kompetenzen und Kontaktpersonen der einzelnen ForLab-Partner
  • Breite Nutzerbasis
  • Frei zugängliche Website, deren Recherchemöglichkeiten ohne Registrierung nutzbar sind 
  • Zahlreiche Möglichkeiten zur Präzisierung der Recherche und Filterung der Ergebnisse
  • Reinraum-Forum als Austauschplattform für Mitglieder des ForLab-Verbunds
  • Eigenständige Verwaltung und Pflege der Inhalte durch autorisierte Nutzer 

Über ForLab

Das Projekt ForLab-NataliE hat es sich zur Aufgabe gemacht, einen Verbund deutscher Hochschulen mit Forschungsschwerpunkten in der Mikroelektronik zu etablieren. Diese vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) geförderte Initiative schafft somit ein kollaboratives Netzwerk, das Forschung und praktische Anwendungen miteinander verbindet. Durch den Ausbau hochschulübergreifender Partnerschaften und die Erweiterung der Ausbildungsmöglichkeiten will ForLab-NataliE den Fachkräftenachwuchs in Deutschland stärken und damit den Fortschritt in der Halbleiter- und Mikroelektronik-Technologie beschleunigen. Mit dem Schwerpunkt, die Sichtbarkeit der Mikroelektronikforschung an den Universitäten zu erhöhen, strebt ForLab danach, den Übergang innovativer Technologien in reale Anwendungen zu erleichtern und die nächste Generation von Forschenden über die traditionellen akademischen Grenzen hinaus zu fördern.

Pressekontakt

Pia Marie Braun
Projekt ForLab-NataliE
Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik
Ruhr-Universität Bochum 
Tel.: +49 234 32 24828
E-Mail: pia.m.braun@ruhr-uni-bochum.de   

Veröffentlicht

Donnerstag
05. März 2026
10:47 Uhr

Von

Matthias Hahndorf

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