Babys verschlafen in ihren ersten Monaten den größten Teil des Tages.
Schwangere gesucht
Studie untersucht Babyschlaf
Schlaf ist nicht nur für die Entwicklung von Babys wichtig, sondern auch für ihre Familien. Die Zusammenhänge klärt eine Studie auf, für die Teilnehmende gesucht werden.
Kinder verbringen den Großteil ihrer ersten Lebensjahre schlafend. Wie genau der Babyschlaf die Entwicklung des Kindes beeinflusst und wie er mit der Gesundheit der gesamten Familie zusammenhängt, soll die „Bochumer Babyschlafstudie“ zeigen. Für das Projekt begleitet das Team der Entwicklungspsychologie der Ruhr-Universität Bochum Familien von der Schwangerschaft bis zum zweiten Geburtstag ihres Kindes. Interessierte Schwangere können sich für die Teilnahme online anmelden. Das Forschungsvorhaben läuft bis Ende 2028 und wird von der Volkswagen Stiftung gefördert.
Welche Faktoren können Familien stärken?
„Obwohl Schlaf in der frühen Lebensphase so entscheidend ist, wissen wir noch nicht genug über die langfristigen Auswirkungen und welche Faktoren die Familien stärken können“, sagt Dr. Carolin Konrad, Leiterin der Studie. Die Forschenden wollen daher den Zusammenhang zwischen Schlaf, kindlicher Entwicklung und Familiengesundheit untersuchen. Familien nehmen an insgesamt sechs Terminen teil. Geplant sind Online-Fragebögen, Schlafmessungen, selbstständig durchgeführt von den Familien zu Hause, und spielerische Termine vor Ort in Bochum.
Die Schlafmessung findet in fünf Nächten statt, in denen das Kind ein spezielles Höschen mit einem kleinen Sensor und die Eltern einen Brustgurt mit Sensor tragen. Parallel füllen die Eltern ein kurzes Schlaf- und Stimmungstagebuch aus. Handy-Spiele, die die Aufmerksamkeit und Merkfähigkeit der Eltern testen, sowie ein kurzes Video einer Spielsituation mit dem Baby ergänzen die Messwoche. In verschiedenen Terminen an der Ruhr-Universität geht es zum Beispiel darum, wie Kinder Gefühle erkennen, etwas Neues lernen, zu teilen oder auch zu warten.
Als Dankeschön erhalten alle teilnehmenden Familien pro Messzeitpunkt zwischen 15 und 20 Euro Aufwandsentschädigung und ein kleines Geschenk für ihr Kind.