Derzeit nehmen insgesamt zehn Cafeten und Bibliotheken an der Kampagne „Kim ist hier“ teil. Ausgewiesen ist dies vor Ort, eine Übersicht gibt es auf der Infoseite der Kampagne.

© RUB, Marquard

Sicher auf dem Campus

Ist Kim hier?

Wer auf dem RUB-Campus in eine unangenehme oder grenzüberschreitende Situation gerät, kann in verschiedenen Cafeten und Bibliotheken auf dem Campus nach Kim fragen – und erhält darauf schnelle, diskrete Hilfe.

Die Frage „Ist Kim hier?“ ist ein Code, mit dem sich hilfesuchende Personen an Mitarbeitende teilnehmender Orte der neuen Kampagne „Kim ist hier“ wenden können. Aktuell sind das insgesamt zehn Cafeten und Bibliotheken, deren Mitarbeitende speziell geschult wurden, um Menschen in besagten Situationen zu unterstützen.

Das Konzept der Kampagne haben die Antidiskriminierungsstelle und das Projekt „Unser Campus“ im Austausch mit verschiedenen Akteur*innen der RUB und des AKAFÖs entwickelt. Basis waren konkrete Bedarfe, die der Antidiskriminierungsstelle häufig zurückgemeldet werden.

In den Schulungen wurden den Teilnehmenden Handlungskompetenzen vermittelt, um als Ansprechperson kompetent reagieren und Hilfesuchende sicher unterstützen zu können; außerdem wurden sie zu Antidiskriminierung, Diversität und zum breiten Angebot an Beratungsstellen und Ansprechpersonen an der RUB und im AKAFÖ informiert. 

Ziel der Kampagne ist es, das individuelle Sicherheitsgefühl auf dem Campus zu erhöhen und ein respektvolles und sicheres Miteinander an der RUB zu fördern.

— Nina Bartholomé, Koordinatorin der Kampagne „Kim ist hier“ und des Projektes „Unser Campus“

Neue Mitarbeitende in den Teams werden regelmäßig nachgeschult, zwischen den Ansprechpersonen, den Bereichs- und zentralen Koordinator*innen ist ein konstanter Austausch vorgesehen.

„Ziel der Kampagne ist es, das individuelle Sicherheitsgefühl auf dem Campus zu erhöhen und ein respektvolles und sicheres Miteinander an der RUB zu fördern“, führt Koordinatorin Nina Bartholomé aus. „‚Kim ist hier‘ soll aber auch Solidarität und Zivilcourage fördern und alle Hochschulmitglieder und Gäst*innen sensibilisieren und aufklären zu wichtigen Themen wie Antidiskriminierung und Diversität, denen sich die RUB verschrieben hat.“

Gut zu wissen: Nach „Luisa“ fragen in Clubs, Kneipen, Restaurants etc. 

In vielen Lokalitäten in Bochum und weiteren deutschen Städten erhalten Frauen, die sich belästigt oder bedrängt fühlen, seit langem mit der Codefrage „Ist Luisa hier?“ diskrete Hilfe beim Personal. Plakate und Aufkleber vor Ort weisen aus, dass eine Einrichtung an dieser in Münster initiierten Kampagne teilnimmt.

Das legt die Frage nahe: Warum nicht den Bekanntheitsfaktor dieser Kampagne nutzen und Luisa an den RUB-Campus holen?

„Angebote wie ‚Luisa ist hier‘ richten sich vor allem an Mädchen und Frauen in sexistischen Situationen“, erklärt Nina Bartholomé. „Wir streben mit unserer Kampagne an, ein breiteres generelles Unterstützungsangebot zu schaffen, das sich für unterschiedlichste Menschen und Situationen auf dem Campus eignet. Darum haben wir uns zum Beispiel auch für einen genderneutralen Namen und eine zweisprachige Öffentlichkeitsarbeit entschieden.“

Veröffentlicht

Dienstag
28. April 2026
13:16 Uhr

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