Jubiläumsaktion
Über eine Million Geförderte mit Erasmus
Ein Semester im Ausland verbringen: Diesen Schritt haben seit 1987 mit Erasmus+ bereits über eine Million Studierende deutschlandweit gewagt. Eine davon ist Rike Hülsmann, Studentin der Ruhr-Universität Bochum.
„Es war super interessant, eine andere Universität kennenzulernen. Die Abläufe sind anders, genauso wie die Sportstätten und die Menschen, aber genau diese Vielseitigkeit hat mein Erasmus so schön gemacht. Ich durfte in diesen Monaten so viele neue Erfahrungen sammeln und neue Leute kennenlernen, die von Fremden zu meinen Freunden geworden sind“, schwärmt Rike Hülsmann von ihrem Auslandsaufenthalt an der Universität in Zagreb. Die Lehramtsstudierende der Ruhr-Universität Bochum gehört damit zu den über eine Million Studierenden deutscher Universitäten, die seit dem Start des Programms mit Erasmus+ internationale Erfahrungen gesammelt haben.
Erfolgsgeschichte Erasmus
Seit über 30 Jahren fördert das Erasmus-Programm den europäischen Austausch in Bildung und Wissenschaft. Gestartet 1987 vor allem als Austauschprogramm für Studierende, unterstützt Erasmus+ mittlerweile eine Vielzahl unterschiedlicher grenzüberschreitender Projekte in der Bildung. Gegenwärtig beteiligen sich alle 27 EU-Mitgliedsstaaten sowie Island, Norwegen, Liechtenstein, die Türkei, Serbien und Nordmazedonien am Erasmus+ Programm. Ab dem kommenden Jahr nimmt auch wieder das Vereinigte Königreich am Programm teil.
Die Ruhr-Universität Bochum legt großen Wert auf internationale Vernetzung und Zusammenarbeit.
„Die Ruhr-Universität Bochum legt großen Wert auf internationale Vernetzung und Zusammenarbeit“, erklärt Rektor Martin Paul. „Das Erasmus-Programm ist ein zentraler Baustein, um Studierende, Lehrende und Mitarbeitende für eine globalisierte Welt zu qualifizieren und internationale Verständigung zu fördern.“
Aktion #OneInOneMillion
Die Ruhr-Universität Bochum ist seit dem Programmstart 1987 als Erasmus+ Hochschule akkreditiert. Seitdem wurden mehr als 10.000 Studierende an der RUB durch Erasmus+ gefördert. Stellvertretend für die zahlreichen Studierenden der Ruhr-Universität wurde Rike Hülsmann nun im Rahmen der #OneInOneMillion-Initiative des Deutschen Akademischen Austauschdiensts (DAAD) von Rektor Martin Paul ausgezeichnet. Mit der Beteiligung an der bundesweiten Jubiläumsaktion würdigt auch die RUB eines der bedeutendsten europäischen Bildungsprogramme der Europäischen Union.
Europaweit vernetzt
Zu den gefragtesten Zielländern bei RUB-Studierenden zählen Spanien auf Platz 1, gefolgt von Italien, Frankreich und der Türkei. Die beliebteste Gastuniversität war zuletzt die Universidad de Deusto in Bilbao und San Sebastian in Spanien. Die spanische Partneruniversität ist seit Jahren eng mit der Ruhr-Universität verbunden. So bildet sie etwa gemeinsam mit der RUB, der Universität Zagreb und sieben weiteren europäischen Universitäten das Universitätskonsortium UNIC – European University of Cities in Post-Industrial Transition, das im Rahmen der Erasmus+ Programmlinie „European Universities Initiative“ gefördert wird.
Für Studierende, Lehrende und Hochschulpersonal
An der Ruhr-Universität können Studierende, Lehrende und Mitarbeitende die vielfältigen Möglichkeiten des Programms nutzen, um internationale Erfahrungen zu sammeln und Netzwerke zu knüpfen.
Erasmus-Mobilitätsprogramme an der Ruhr-Universität Bochum
Für Studierende bietet das Erasmus-Programm die Chance, ein oder zwei Semester an einer Partnerhochschule im europäischen Ausland zu studieren oder internationale Praktika zu absolvieren. Neben der akademischen Bereicherung stehen finanzielle Unterstützung durch Stipendien und Sonderzuschüsse für mehr soziale Teilhabe und nachhaltiges Reisen sowie die Anerkennung der im Ausland erbrachten Leistungen im Fokus. „Ein Erasmus-Aufenthalt erweitert nicht nur den akademischen Horizont, sondern stärkt auch soziale, sprachliche und interkulturelle Kompetenzen – wertvoll für den späteren Berufsweg und für die eigene Persönlichkeitsentwicklung“, betont Reena James, Referentin für Internationalisierung.
Auch Lehrende profitieren von den Angeboten: Gastdozenturen im Ausland und an der RUB ermöglichen den Erfahrungsaustausch von Lehrinhalten und Methoden, während internationale Kooperationen die Forschung vorantreiben. „Mit dem Format der Blended Intensive Programmes (BIP) fördert das Erasmus-Programm an der RUB seit kurzem auch innovative Lehrformate, die virtuelle Lernphasen mit Kurzaufenthalten im Ausland kombiniert“, so Jutta Schmid, Leitung im International Office der RUB.
Auch Verwaltungsmitarbeitende der RUB können sich durch Fortbildungen im Rahmen von Erasmus+ weiterqualifizieren, etwa im Rahmen von Staff Training Weeks oder durch Kurzhospitationen an europäischen Partnerhochschulen. So stärken sie nicht nur ihre fachlichen Kompetenzen, sondern auch ihre interkulturellen Fähigkeiten und tragen zur Internationalisierung der Verwaltung bei.
Zahlen, Daten und Fakten zu Erasmus+ an deutschen Hochschulen