Imposante Kräne arbeiten am Ersatzneubau für das Gebäude NA.

© RUB, Marquard

CAMPUSENTWICKLUNG

Bauen auf der Briefmarke: Drei Großprojekte auf dem Campus

NA, GC und Zentrales Verkehrsbauwerk – drei Großprojekte, an denen mit vollem Einsatz gearbeitet wird. Zeit für ein Update.

Es ist eine logistische Herausforderung: Neben zahlreichen Sanierungsmaßnahmen überall auf dem Campus wird die Campussanierung gleich an drei Stellen im großen Stil vorangetrieben. Aktuell sind an jedem der drei Projekte rund 200 Bauleute im Einsatz, in der Hochphase könnte sich diese Zahl vervierfachen. Was passiert auf welcher der Baustellen eigentlich genau?

Gebäudekomplex NA: Neubau wächst

Seit Mai 2025 wächst der Rohbau des Ersatzneubaus NA und erreicht aktuell bereits die Ebene 03. Diese Ebene ist die letzte sogenannte Sockelebene, bevor das spätere Hochhaus ab Ebene 02 entsteht.  

Darüber hinaus beginnt nun die Montage der Fertigteilbalkone, die charakteristisch für die Fassaden der Ruhr-Universität sind. Außerdem beginnt in den südlichen Bereichen die Installation der Fassaden und Fenster. Zum Herbst/Winter kommenden Jahres soll der südliche Riegel dann regen- und winddicht sein, sodass der technische Ausbau beginnen kann.

Wie sieht die weitere Planung aus?

Der Anschluss zwischen NA und NB sowie der Komplex HNA werden später nachgezogen. Zum aktuellen Zeitpunkt rechnet die RUB mit einer Übernahme des Gebäudes zu Ende 2029. Nach Einrichtung und Umzug soll die vollständige Nutzung zum Sommersemester 2030 erfolgen.

Um die Vorgaben aus dem Denkmalschutz zu erfüllen, entspricht der Ersatzneubau NA in der Silhouette seinem Vorgänger: 13 Geschosse im Hochhaus mit flachen Verbindungsbauten zu den benachbarten Gebäuden und in Betonbauweise errichtet. 

Zahlen und Fakten

Weite Teile der RUB stehen seit 2015 unter Denkmalschutz. Geschützt ist dabei die sogenannte Fernwirkung: Kubatur, Abmessungen, Geschosszahl, Fassadengestaltung und Materialität der Gebäude müssen dem Bestand entsprechen. Die Gebäude der I-Reihe wurden noch vor der Unterschutzstellung genehmigt, weshalb sie vom übrigen Bestand abweichen.

Im Gebäudeinneren von NA und GC gilt der Denkmalschutz nicht, darum sind hier moderne Standards möglich. Die auffälligste Änderung: Die charakteristischen Kassettendecken des Altbestands entfallen künftig. Das schafft mehr Raumhöhe für den technischen Ausbau und verbessert die Barrierefreiheit spürbar.

Gebäudekomplex GC: Baumaßnahmen können beginnen

Der Rückbau des alten Gebäudekomplexes GC ist abgeschlossen und die Baugrube für den Neubau fertiggestellt. Der erste von fünf geplanten Turmdrehkränen steht bereits. In den kommenden Monaten folgen die übrigen Kräne sowie der Rohbaustart mit Bodenplatten, Fundamenten und den ersten Wänden im Untergeschoss.

Der Rückbau ist abgeschlossen, der Neubau kann beginnen. 

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Auch hier gilt für die Silhouette: 13 Geschosse, flache Verbindungsbauten, Betonbauweise. Neu für dieses Gebäude ist die Energieversorgung: Ein Geothermie-Feld südlich des Gebäudes sowie Photovoltaik auf Hochhausdach und Parkplatz sollen einen Teil des Wärme- bzw. Strombedarfs decken.

Die Fertigstellung des Neubaus ist Mitte 2030 geplant, die erste Nutzung ist zum Sommersemester 2031 angestrebt. 

Zentrales Verkehrsbauwerk: Sanierung in vollem Gange

Das jüngste der drei Großprojekte stellt die Sanierung des zentralen Parkhauses dar: Seit Baubeginn im Herbst 2025 wurden zunächst rund 1.000 Parkplätze in den Parkebenen P1-P6 geräumt und gesperrt sowie vorbereitende Arbeiten durchgeführt. Die Arbeiten weiten sich inzwischen zusätzlich auf die Parkebenen P7-P9 aus. Da zusätzlich Sanierungsmaßnahmen an den äußeren Bereichen der Umfahrungen und Zufahrten notwendig sind, finden auch hier sichtbare Arbeiten statt. Die Umfahrt um das Verkehrsbauwerk wird jedoch immer möglich sein.

Aktuell sind die Ebenen P1 - P9 gesperrt.

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Zunächst stehen Schadstoffsanierung und Betonsanierungsarbeiten im Fokus. Vereinzelt müssen bestehende Bauteile abgebrochen und neu gebaut werden. Erst danach beginnt die eigentliche Renovierung sowie der technische Innenausbau: neue Anstriche, Fahrbahnen und Technik inklusive neuer und hellerer Beleuchtung und einer Komplettsanierung der Treppenhäuser.

Der Abschluss der Sanierung ist für 2031 geplant. Dann bietet das Parkhaus wieder um die 1.600 Stellplätze an. Das Parkhaus wird nach der Sanierung so aussehen, wie bekannt. Zufahrten, Treppenhäuser, Umfahrungen und auch die Einteilung wie bislang in neun Parkplatzebenen bleiben bestehen. 

Veröffentlicht

Donnerstag
22. Oktober 2026
09:11 Uhr

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