Dr. Alexander Seidinger, Dr. Michaela Matthey und Prof. Dr. Daniela Wenzel (von links) vom Lehrstuhl für Systemphysiologie der Ruhr-Universität Bochum.
Systemphysiologie
Neuer Mitspieler bei Lungenhochdruck entdeckt
Forschende haben die Rolle eines bislang unverdächtigen Proteins bei der Entwicklung der schwerwiegenden Erkrankung nachgewiesen.
Bluthochdruck in der Lunge ist eine seltene, aber sehr schwerwiegende Erkrankung, die unbehandelt meistens binnen zweier Jahre zum Tod der Betroffenen führt. Bisherige Therapien zögern den Verlauf zwar hinaus, eine Heilung ist aber nicht möglich. Forschungsteams aus Bochum und Bonn klären die grundlegenden Mechanismen der Erkrankung auf. Dabei sind sie auf einen bislang unbekannten Mitspieler gestoßen: das Protein Beta Arrestin 1. Sie konnten nachweisen, dass es eine wichtige Funktion beim Transport der an der Regulierung der Gefäßweite beteiligten Signalstoffe hat. Die Forschenden berichten in der Zeitschrift Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS) vom 9. Februar 2026.