Jura

Bochumer Team ist Deutscher Meister im Völkerrecht

Der Sieg beim nationalen Jessup Moot Court bedeutet zugleich ein Ticket in die USA – zur Völkerrechts-Weltmeisterschaft.

Bei den German National Rounds der Philip C. Jessup International Law Moot Court Competition 2026 (19. bis 22. Februar) in Trier hat das Team der Ruhr-Universität einen großen Erfolg erzielt. Die Jurastudierenden Çağatay Maloğlu, Rafaela Rietz, Jessica Schäfer, Luis Zilm und Cem Zor haben sich gegen 20 deutsche Teams durchgesetzt und wurden Nationaler Champion 2026. Sie vertreten nun Deutschland bei den International Rounds Ende März/Anfang April in Washington, D.C. Etwas vereinfacht könnte man sagen: Das Bochumer Team ist Deutscher Meister im Völkerrecht 2026 und fährt nun zur Völkerrechts-Weltmeisterschaft.

Siege gegen etablierte Spitzenuniversitäten

Dabei hatte das Bochumer Team keine leichte Auslosung. Es setzte sich dennoch souverän selbst gegen frühere Seriensieger wie die Hertie School und die Universität Heidelberg durch – und siegte schließlich im „Grand Final“ gegen die renommierte Bucerius Law School. Bemerkenswert dabei: Das Team gewann jede einzelne Runde des gesamten Wettbewerbs und nahezu immer in einstimmigen Voten aller Richter und Richterinnen. Nach vier klaren Siegen in der Vorrunde folgte der souveräne Durchmarsch durch die drei Finalrunden. Auch im Finale konnte das Team die renommierte Richterbank einstimmig überzeugen. Damit qualifiziert sich das Bochumer Team nicht nur wieder für Washington, D.C. – wie zuletzt vor zehn Jahren – sondern wird nach 15 Jahren wieder einmal Nationaler Champion.

Fakultät und IFHV

Die Juristische Fakultät der Ruhr-Universität, die das Team unterstützt, sowie das Institut für Friedenssicherungsrecht und Humanitäres Völkerrecht (IFHV), von dem das Team akademisch betreut wurde, freuen sich mit den Studierenden. Der akademische Schirmherr des Bochumer Teams, Prof. Dr. Pierre Thielbörger, betonte: „Wir sind enorm stolz auf diese fünf brillanten Jurastudierenden. So einen Erdrutschsieg hätte man sich selbst in den kühnsten Träumen nicht ausmalen können.“ Thielbörger, der in Trier als Richter mit dabei war, dankte besonders den Coaches Dilara Karmen Yaman, Stanislau Lashkevich und Yari-Lasse Jäger (allesamt vom IFHV) für ihre engagierte und kluge Begleitung des Teams. „Dieses tolle Abschneiden ist auch eine große Auszeichnung für das einzigarte Coaching-Gespann.“

Veröffentlicht

Mittwoch
25. Februar 2026
15:55 Uhr

Von

IFHV

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