Ein Teil des Bochumer Forschungsteams: Dr. Stephan Pienkoß, Dr. Sina Schäkermann, Dr. Soheila Javadi und Prof. Dr. Franz Narberhaus (von links)
Mikrobiologie
Neuer Schalter für die Virulenz von Durchfallerregern entdeckt
Pathogene Bakterien schalten ihr Virulenzprogramm erst an, wenn sie sich im Wirt befinden, um nicht frühzeitig vom Immunsystem erkannt zu werden. Forschende haben einen neuen Schalter dafür entdeckt.
Manche Krankheitserreger werden erst dann aktiv, wenn sie sich in ihrem Wirt befinden. Die Temperatur dient ihnen dabei als Startsignal. Wie ein Durchfallerreger außerhalb des menschlichen Wirtes seine Virulenz unterdrückt, hat ein Team der Ruhr-Universität Bochum und der Universität Münster untersucht. Im Fokus stand dabei das DNA-Bindeprotein Fis. Es liegt bei Umwelttemperaturen von etwa 25 Grad Celsius in höherer Menge vor. Fehlt dieses Protein, wird eine Kaskade von Virulenzgenen angeschaltet, und die ansonsten bei dieser Temperatur harmlosen Bakterien töten wechselwarme Mottenlarven ab. Die Ergebnisse sind in der Zeitschrift PLoS Pathogens am 25. März 2026 online veröffentlicht.