Die neuen Erkenntnisse gelangen dank der Atomsondentomografie. 

© Tong Li

Materialforschung

Batterien verlieren Lithium an den Stromkollektor

Beobachtungen mit der Atomsondentomografie belegen die Vermutung, dass in Lithium-Batterien Lithium-Ionen an den Kupferstromkollektor verloren gehen. Das könnte ihre Leistung und Lebensdauer begrenzen.

Jeder Lithium-Verlust führt zu einem Kapazitätsverlust von Lithium-Batterien und verkürzt ihre Lebensdauer. Nachdem jüngste Forschungsarbeiten zu der Vermutung geführt haben, dass während des Ladevorgangs Lithium an den Stromkollektor verloren geht, haben Forschende der Ruhr-Universität Bochum um Prof. Dr. Tong Li und des Helmholtz Instituts Ulm sowie des Karlsruhe Instituts für Technologie um Prof. Dr. Dominic Bresser diese Hypothese genau geprüft. Mittels Atomsondentomografie konnten sie nachweisen, dass Lithium-Ionen tatsächlich in den Kupferstromkollektor eingebunden werden. Dieser Verlust nimmt mit der Anzahl an Ladezyklen zu, auch bei hochmodernen Batterietypen. „Diese Vorgänge zu verstehen, ist von großer Bedeutung für anodenfreie Batterien der Zukunft“, so Tong Li. Die Forschenden berichten in der Zeitschrift Advanced Energy Materials vom 10. Juli 2026. 

Veröffentlicht

Montag
13. Juli 2026
09:26 Uhr

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