Simbabwe, 2025: Miriam Nhere und Edith Chipfunde pflegen Rosella-Pflanzen auf einem Gemeinschaftsfeld im Distrikt Rushinga. Das Projekt stärkt lokale Wertschöpfung durch einheimische Pflanzenarten.
Welthunger-Index 2026
Hunger nimmt wieder zu
Das Institut für Friedenssicherungsrecht und Humanitäres Völkerrecht und die Welthungerhilfe stellen den aktuellen Bericht.
Das Institut für Friedenssicherungsrecht und Humanitäres Völkerrecht (IFHV) der Ruhr-Universität Bochum unterstützt traditionell die Welthungerhilfe beim Erstellen des jährlichen Welthunger-Index (WHI). So auch beim mittlerweile 21. Bericht, den Welthungerhilfe, IFHV und die Schweizer Organisation Helvetas am 14. Oktober 2026 in Berlin vorstellten.
Der WHI 2026 bestätigt eine alarmierende Trendwende: Nach fast zwei Jahrzehnten deutlicher Fortschritte hat der weltweite Hunger seit 2018 wieder zugenommen. In 32 Ländern hat sich die Hungersituation verschlechtert. 57 Länder werden beim bisherigen Tempo bis 2030 nicht einmal ein niedriges Hungerniveau erreichen. Kriege und bewaffnete Konflikte, die Folgen der Klimakrise und wirtschaftliche Krisen verstärken sich hierbei gegenseitig. Der WHI beleuchtet diesen Zusammenhang zwischen Hunger und Sicherheit näher.
Der Irankrieg und die Störungen der Schifffahrt durch die Straße von Hormus sowie die Eskalation rund um die Meerenge Bab al-Mandab lassen die Kosten für Diesel, Transporte und Düngemittel steigen. Zugleich drohen infolge des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine und eingeschränkter Getreideexporte über das Schwarze Meer weitere Preissteigerungen bei Weizen. Für Familien im Globalen Süden werden Lebensmittel damit kaum noch bezahlbar. Laut WHI ist die Entwicklung in Afrika südlich der Sahara besorgniserregend. Dort liegen sieben der acht Länder mit einem sehr ernsten Hungerniveau.