Die violette Struktur zeigt eine Nervenzelle, die mit dem Farbstoff „mCherry“ gefärbt wurde. Grün gefärbt sind die GIRK-Kanäle zu sehen.

© RUB, Petra Wahle

Neurobiologie

Neues optogenetisches Werkzeug hemmt Nerven- und Herzmuskelzellen

Die Forschenden hoffen, mit dem Werkzeug zur Erforschung von Herzrhythmusstörungen und anderen Krankheiten beitragen zu können.

Forschende der Ruhr-Universität Bochum haben gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen aus Göttingen, Berlin, Paris und Essen neue optogenetische Werkzeuge entwickelt, mit denen sich die Aktivität von Zellen durch Licht gezielt hemmen lässt. Diese könnten helfen, Krankheiten zu erforschen, bei denen das Gleichgewicht zwischen der Erregung und Hemmung gestört ist, zum Beispiel Herzrhythmusstörungen. Das Team um Dr. Brix Mücher, Dr. Ida Siveke und Prof. Dr Stefan Herlitze vom Bochumer Lehrstuhl für Allgemeine Zoologie und Neurobiologie berichtet in der Zeitschrift „Science Signaling“, online veröffentlicht am 20. Oktober 2026.

„Wir haben einen optogenetischen Schalter geschaffen, der nicht nur einen Rezeptor aktiviert, sondern gezielt dessen nachgeschalteten Signalweg verstärkt“, erklärt Ida Siveke von der Ruhr-Universität Bochum. „Das erlaubt uns, die Balance zwischen erregenden und hemmenden Signalen in einzelnen Zellen sehr präzise zu beeinflussen.“

Veröffentlicht

Mittwoch
21. Oktober 2026
09:50 Uhr

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