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Nikol Rummel ist derzeit als Forschungsprofessorin abgeordnet an das Center for Advanced Internet Studies. Im Sommer 2027 kehrt sie an ihren Lehrstuhl für Pädagogische Psychologie und Technologie an der Ruhr-Universität Bochum zurück.

© RUB, Kramer

Erziehungswissenschaft

Ich verbinde Lernen und Lehren mit Künstlicher Intelligenz

Nikol Rummel blickt aus einer pädagogisch-psychologischen Perspektive auf Lehr- und Lernprozesse und beleuchtet die mögliche Rolle, die intelligente Bildungstechnologien dabei einnehmen können.

Ich verbinde Lernen mit KI. Bei generativer KI in der Bildung wird häufig gefragt: Macht sie das Lernen besser oder schlechter? Diese Frage greift zu kurz. Denn dieselbe Technologie kann ganz unterschiedlich genutzt werden. Es ist wie mit einem Thermomix: Wer nur Schritt für Schritt den Anweisungen folgt, lernt möglicherweise wenig über das eigentliche Kochen. Das Gerät kann aber ebenso dazu anregen, Rezepte zu verändern, kreativ zu experimentieren oder sich mit anderen auszutauschen. Ähnlich ist es beim Lernen mit KI: Lernende können Aufgaben vollständig an die KI auslagern und dabei Lernprozesse verpassen. Sie können deren Ergebnisse aber auch kritisch prüfen, weiterentwickeln und die KI als Denk- oder Kooperationspartner nutzen. Dieselbe Technologie kann somit, je nach Art ihrer Nutzung, zu sehr unterschiedlichen Lernprozessen führen: von der passiven Übernahme fertiger Ergebnisse bis hin zu aktiver Auseinandersetzung, eigenständiger Gestaltung und kooperativem Lernen. Entscheidend ist die pädagogische Gestaltung, die KI so einsetzt, dass sie menschliches Denken und Lernen nicht ersetzt, sondern erweitert.

Veröffentlicht

Dienstag
27. Oktober 2026
09:40 Uhr

Von

Nikol Rummel

Dieser Artikel wird am 1. Dezember 2026 in Rubin 2/2026 erscheinen. Weitere Rubin-Artikel sind hier zu finden.

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