Zielkonflikt in der Bioökonomie: Sollen landwirtschaftliche Flächen zur Energiegewinnung in Biogasanlagen, zur Nahrungsmittelproduktion oder zum Schutz von Natur und Biodiversität genutzt werden?
Partizipationsforschung
Bürgerbeteiligung in Bioökonomie-Strategieprozessen bislang begrenzt
Bioökonomie geht alle Menschen etwas an. Wie Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern in politischen Strategieentwicklungsprozessen gelingen kann, zeigt eine neue Studie.
Worauf es bei der Bürgerbeteiligung in politischen Strategieentwicklungsprozessen ankommt, haben Dr. Jan-Hendrik Kamlage von der Ruhr-Universität Bochum und Dennis Arnold am Beispiel der Bioökonomie untersucht. Sie analysierten, wie Menschen bei der Entwicklung von Bioökonomiestrategien in Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie auf EU-Ebene in der Vergangenheit mitwirken konnten. Dabei zeigte sich, dass eine ausdrücklich auf Bürgerinnen und Bürger ausgerichtete Beteiligung bislang nur selten dokumentiert ist. Im Vordergrund stehen häufig organisierte Interessen, wissenschaftliche Fachleute und institutionelle Akteure. Die vom Bioökonomierat NRW initiierte Studie ist seit Oktober 2026 online veröffentlicht.