Gleichstellung

My Space in Science

Die Ruhr-Universität feiert in Kooperation mit dem Deutschen Bergbau-Museum den Internationalen Tag von Frauen und Mädchen in der Wissenschaft.

Die Ruhr-Universität setzt am 11. Februar 2026 ein Zeichen für Geschlechtergerechtigkeit und Chancengleichheit in Forschung und Wissenschaft. Unter dem Motto „My Space in Science“ kommen am „Internationalen Tag von Frauen und Mädchen in der Wissenschaft“ Wissenschaftlerinnen und FINTA-Personen („Frauen, intergeschlechtliche, nichtbinäre, transgeschlechtliche und agender Personen“) der RUB im Bergbau-Museum (DBM) zusammen. Passend zum Veranstaltungsort geht es um das Thema „Forschung im Dialog: Archäologie, Architekturgeschichte und Geomorphologie“.

Das Zentrale Gleichstellungsbüro der RUB hat in Kooperation mit dem DBM eingeladen, um Forscherinnen ebenso wie ihre Projekte in den Fokus zu rücken und die Vernetzung innerhalb der Universitätsgemeinschaft zu fördern. „Mit dieser Veranstaltung möchten wir Wissenschaftler*innen Sichtbarkeit geben und auf geschlechtsspezifische Hürden im Wissenschaftssystem aufmerksam machen. Die Einbindung aller Statusgruppen der Hochschulgemeinschaft – Studierende, technische und administrative Mitarbeitende sowie Wissenschaftler*innen – ist uns ebenso wichtig wie die Schaffung einer Austauschplattform und Vernetzungsmöglichkeit“, betonen Nadine Müller und Dr. Wanda Gerding, Zentrale Gleichstellungsbeauftragte im Tandem. Weiter sagen sie: „Die Veranstaltung unterstreicht den hohen Stellenwert von Gleichstellung in der strategischen Ausrichtung der RUB und verdeutlich die Schaffung von Chancengerechtigkeit in der Wissenschaft.“

Ein Vormittag im Zeichen der Wissenschaft

Prof. Dr. Sunhild Kleingärtner, Direktorin des Bergbau-Museums, und Staatsministerin a.D. Birgit Fischer, Vorsitzende des Hochschulrats der RUB, werden die Veranstaltung im Auditorium des DBM feierlich eröffnen, unterstützt von der Moderatorin und Studentin Judith Kirch. Das weitere Programm spiegelt die breit gefächerte Expertise der Vortragenden wider. Dr. Silke Haps, wissenschaftliche Mitarbeiterin am DBM, referiert im Rahmen der Architekturgeschichte über die Bedeutung von Stahlfertighäusern in den 1960er Jahren. In einem englischen Vortrag berichtet Anamarija Belošić, Doktorandin an der RUB und Mitarbeiterin am DBM, über Studien zu Keramikfunden aus Georgien. Anschließend wird Prof. Dr. Melanie Kranz Bartz von der Fakultät für Geowissenschaften der RUB auf die Dynamik von Landschaft als Reaktion auf Umweltveränderungen eingehen.

Austausch und Vernetzung

Abgerundet wird das Event mit Führungen durch die Sonderausstellung und das Anschauungsbergwerk. Danach bleibt genügend Zeit fürs Networking. Die Teilnehmenden können in den Austausch treten, neue Kontakte knüpfen und über die eigene Disziplin hinweg ins Gespräch kommen.

Gender Kongress 2026

Ebenfalls am 11. Februar findet der 11. Gender-Kongress NRW statt, der diesmal die „Geschlecher(un)gerechtigkeit an Hochschulen“ in den Fokus stellt. Hochschulleitungen, interessierte Forschende sowie Vertreterinnen und Vertreter der Politik sind vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen nach Essen eingeladen. Zu ihnen gehört Prof. Dr. Isolde Karle, Prorektorin für Diversität, Inklusion und Talententwicklung der RUB. Ziel des Kongresses ist es, Strategien zur Gleichstellung und Chancengerechtigkeit der Geschlechter weiterzuentwickeln und über (hochschul)politische Handlungsansätze zu diskutieren.

Aktionstag mit Beflaggung

Der Internationale Tag der Frauen und Mädchen in der Wissenschaft wird jährlich am 11. Februar gefeiert. Er zielt darauf ab, die Rolle von Frauen und Mädchen in der Wissenschaft zu würdigen und geschlechtsspezifische Ungleichheiten abzubauen.

Die Ruhr-Universität setzt an diesem Tag ein sichtbares Zeichen: Es werden Flaggen auf dem Campus und vor dem Bergbau-Museum wehen; sie symbolisieren das Engagement zum Abbau geschlechtsspezifischer Barrieren in der Wissenschaft bei gleichzeitiger Würdigung des Raums in der Wissenschaft für Frauen: „My Space in Science“.

Forschungsmuseum der Leibniz-Gemeinschaft

Das Deutsche Bergbau-Museum Bochum ist ein Forschungsmuseum für Georessourcen. Als solches erforscht es die Geschichte der Gewinnung, Verarbeitung und Nutzung von Georessourcen. Die Schwerpunkte liegen auf Archäometallurgie, Bergbaugeschichte, Materialkunde und Montanarchäologie. Die Projekte, oft in Kooperation mit anderen Einrichtungen, haben internationale Bedeutung.

Veröffentlicht

Freitag
06. Februar 2026
13:40 Uhr

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