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Campusleben
Handlungskonzept zur Stärkung von Demokratie und Vielfalt
„Das Handlungskonzept ist unsere Antwort darauf, wie wir als Universität Haltung zeigen und unsere Verantwortung für die Stärkung von Demokratie und Vielfalt wahrnehmen", sagt Prorektorin Isolde Karle.
Die Ruhr-Universität hat ihr Handlungskonzept für die Stärkung von Demokratie und Vielfalt veröffentlicht. Anlass waren wiederholte politisch motivierte Einbrüche, Schmierereien, Vandalismus und Einschüchterungsversuche in universitären Einrichtungen, die sich für Gleichstellung, Antidiskriminierung sowie queere und feministische Belange einsetzen. Die Vorfälle machen deutlich, dass demokratische Werte, Wissenschaftsfreiheit und eine vielfältige Hochschulkultur zunehmend unter Druck geraten.
Mit großer Mehrheit verabschiedet
Erarbeitet wurde das Handlungskonzept von einer Task Force unter Leitung der Prorektorin für Diversität, Inklusion und Talententwicklung Prof. Dr. Isolde Karle. Durch die Befassung in verschiedenen Gremien sind viele weitere wertvolle Anregungen eingeflossen. Der Senat der Ruhr-Universität Bochum hat das Konzept in seiner Sitzung am 11. Dezember 2025 mit großer Zustimmung verabschiedet.
Prof. Dr. Isolde Karle ist Prorektorin für Diversität, Inklusion und Talententwicklung an der Ruhr-Universität.
„Die Vorfälle im Sommer haben gezeigt, dass Demokratie und Wissenschaftsfreiheit keine Selbstverständlichkeiten sind“, sagt Prorektorin Karle. „Das Handlungskonzept ist unsere Antwort darauf, wie wir als Universität Haltung zeigen und unsere Verantwortung für die Stärkung von Demokratie und Vielfalt wahrnehmen.“
Schutz gegen unerwünschte Einflussnahme
Inhaltlich zielt das Konzept darauf ab, die Ruhr-Universität gegen unerwünschte politische Einflussnahme zu schützen, Demokratie und Wissenschaftsfreiheit zu stärken sowie aktiv Diskriminierungsschutz zu gewährleisten. Die Demokratie wird unter Bezugnahme auf die Grundrechte dabei eng mit Vielfalt und Antidiskriminierung verknüpft.
„Demokratie lebt vom offenen Diskurs – und dieser setzt voraus, dass sich alle Universitätsmitglieder sicher, respektiert und einbezogen fühlen können“, so Karle. „Vielfalt und Antidiskriminierung sind deshalb kein Luxus, sondern zentrale Voraussetzung einer demokratischen Hochschule und verbessern Forschung, Lehre und Verwaltung.“
Das Handlungskonzept beschreibt, was diese Leitlinien insbesondere für Forschung und Lehre und den Dialog in der und mit der Gesellschaft bedeuten. Derzeit werden konkrete Maßnahmen entwickelt, die daraus resultieren – in rechtlicher und kommunikativer Hinsicht, aber auch mit Blick auf die Lehre, für die derzeit eine eigene Handreichung entwickelt wird.
Hochschulweiter Dialog
„Mir ist wichtig, dass das Konzept nicht nur ein Papier bleibt“, betont Karle. „Ich erhoffe mir einen hochschulweiten Dialog, an dem sich alle Statusgruppen beteiligen. Demokratie und Vielfalt können wir im universitären Alltag nur gemeinsam schützen und stärken.“