Bochumer Verabredung

Für eine Stadt, in der auffällt, wenn jemand fehlt

Die Ruhr-Universität Bochum hat die „Bochumer Verabredung“ mitunterzeichnet. Ziel ist die gemeinsame Bekämpfung von Einsamkeit in der Stadt.

Am 9. Juli 2026 haben Spitzenvertreterinnen und -vertreter aus nahezu allen stadtgesellschaftlichen Bereichen die „Bochumer Verabredung“ erarbeitet und verabschiedet. Aus einem ehrenamtlichen Impuls von Vereint Bochum e.V. wird so ein stadtweiter, zivilgesellschaftlich getragener Prozess mit konkreten Beiträgen und verbindlichem Folgetreffen zur Einsamkeitsbekämpfung in Bochum.

Gemeinsam Verantwortung übernehmen

Zu den Mitunterzeichnern unter rund 30 Bochumer Institutionen gehört die RUB. Kanzler Dr. Achim Dilling sagt: „Wissenschaft entfaltet ihre größte Wirkung, wenn sie über den Campus hinaus in die Gesellschaft wirkt. Das gilt vor allem auch für gesellschaftlich hoch relevante Themen wie Einsamkeit. Ihr können wir nur gemeinsam begegnen. Deshalb übernehmen Wissenschaft, Stadt, Wirtschaft und Zivilgesellschaft gemeinsam Verantwortung. Die Bochumer Verabredung ist dafür ein wichtiges Signal, das wir aus voller Überzeugung unterstützen.“

Oberbürgermeister Jörg Lukat, der das Treffen eröffnete, unterstützt die Initiative ausdrücklich: „Mein besonderer Dank gilt Vereint Bochum für die hervorragende Organisation, das große Engagement und das sehr gelungene Setting dieser Veranstaltung und auch der gesamten Woche. Sie machen mit Ihrer Arbeit sichtbar, was möglich ist, wenn Menschen nicht nur über Probleme reden, sondern sich gemeinsam auf den Weg machen. Gerade deshalb freut es mich sehr, dass hier so viele unterschiedliche Akteurinnen und Akteure zusammenkommen. Ich freue mich sehr, dass wir heute die Bochumer Verabredung unterzeichnen.“

Einsamkeit ist kein persönliches Versagen.

— Prof. Dr. Maike Luhmann

Prof. Dr. Maike Luhmann von der Ruhr-Universität Bochum, eine der führenden Einsamkeitsforscherinnen im deutschsprachigen Raum und Vorstandsmitglied von Vereint Bochum, hat die Bochumer Verabredung von Anfang an mitgeprägt: „Einsamkeit ist kein persönliches Versagen. Sie kann jede und jeden treffen und sie wird dort besonders gefährlich, wo niemand hinsieht. Mit der Bochumer Verabredung sagen wir als Stadtgesellschaft: Wir übernehmen Verantwortung dafür, dass Menschen in Bochum einander wieder wahrnehmen. Jede Organisation bringt das ein, was sie kann – Räume, Wissen, Kontakte, Angebote, Zeit oder Aufmerksamkeit. Das ist ein Ergebnis, das uns als Verein und mich persönlich stolz und zuversichtlich macht.“

Veröffentlicht

Freitag
10. Juli 2026
12:40 Uhr

Von

Vereint Bochum e.V.
Jens Wylkop

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