Future Dialogue

Mehr experimentieren!

Das erste Netzwerktreffen des Ruhr Innovation Lab war ein voller Erfolg. Der Future Dialogue widmete sich einem der drängendsten Themen unserer Zeit: KI und digitaler Souveränität.

Die Ruhrregion als zukunftsorientiertes Labor, aus dem heraus Lösungen für zentrale gesellschaftliche Fragen und Herausforderungen entstehen: Diese Vision ist auf der ersten Netzwerkveranstaltung des Ruhr Innovation Lab mit Leben erfüllt worden. Der Future Dialogue „Future Proofing the Ruhr: Digital Sovereignty in Action” hat am 31. August 2026 die Expertise verschiedener Disziplinen aus der Technischen Universität Dortmund und der Ruhr-Universität Bochum zusammengebracht mit Perspektiven von Partnern aus Politik und Wirtschaft, aus außeruniversitären Forschungseinrichtungen und der Gesellschaft.

Begrüßt wurden die rund 80 Gäste von NRW-Wissenschaftsministerin Ina Brandes und für das Ruhr Innovation Lab von Manfred Bayer, Rektor der TU Dortmund, im Brauturm des Dortmunder U.

Das Ruhr Innovation Lab ist ein hervorragendes Beispiel dafür, dass Exzellenz immer dann möglich ist, wenn das alte Kirchturmdenken im Ruhrgebiet überwunden und gemeinsame Stärken gesucht werden.

— Ina Brandes

Wissenschaftsministerin Ina Brandes sagte: „Das Ruhr Innovation Lab ist ein hervorragendes Beispiel dafür, dass Exzellenz immer dann möglich ist, wenn das alte Kirchturmdenken im Ruhrgebiet überwunden und gemeinsame Stärken gesucht werden. Folgerichtig bewerben sich die TU Dortmund und die Ruhr-Universität Bochum mit einem universitätsübergreifenden Experimentierraum für Spitzenforschung, Transfer und gesellschaftliches Engagement um den Status der Exzellenzuniversität. Die Herausforderungen unserer Zeit brauchen sowohl solche hochschulübergreifenden Kooperationen als auch starke Partnerschaften mit der Wirtschaft, um neue Forschungsfelder zu erschließen und wissenschaftliche Erkenntnisse schnell wirtschaftlich nutzbar zu machen.“

Wir haben uns zusammengefunden, um dauerhaft miteinander zu kooperieren.

— Manfred Bayer

Rektor Prof. Dr. Manfred Bayer betonte, dass das Ruhr Innovation Lab keine Eintagsfliege für die Bewerbung im Exzellenz-Wettbewerb ist: „Wir haben uns zusammengefunden, um dauerhaft miteinander zu kooperieren. Der heutige Future Dialogue als Austauschformat ist ein Auftakt, es werden weitere Events folgen – mal in Dortmund, mal in Bochum, aber immer auf dem starken Fundament unseres Zusammenhalts und zusammen mit unseren Partnern.“

Im stimmungsvollen Ambiente des Brautums haben sie den ersten Dialogabend des Ruhr Innovation Labs gestaltet (von links): Carla Hustedt, Alice Kirchheim, Karola Marky, Martin Paul, Ina Brandes, Dirk Günnewig, Alexander Kalouti, Manfred Bayer, Götz Erhardt, Christina Elmer und Nicole Krämer

© Simon Bierwald

Bayer selbst hat dann zum Thema des Abends einen Input über die technischen Gegebenheiten und Herausforderungen beigetragen, während Prof. Dr. Karola Marky, Leiterin des Digital Sovereignty Lab der Ruhr-Universität, in ihrer Keynote beim Individuum und unser aller täglichem Verhalten in der digitalen Welt ansetzte. Eine lebhafte Fishbowl-Diskussion sollte den Abend früher beschließen und zum Get-together überleiten, ist aber in den Worten von Moderatorin Prof. Dr. Christina Elmer „positiv ausgeufert“, weil es zu KI und Digitaler Souveränität so vieles zu sagen gab – mit diesen Teilnehmerinnen und Teilnehmern:

  • Prof. Dr. Karola Marky
  • Prof. Dr. Alice Kirchheim, TU Dortmund und Leiterin des Fraunhofer-Instituts für Materialfluss und Logistik IML
  • Prof. Dr. Nicole Krämer, Universität Duisburg-Essen, Research Center Trustworthy Data Science and Security der Universitätsallianz Ruhr
  • Carla Hustedt, Leiterin des Bereichs Digitalisierte Gesellschaft der Stiftung Mercator
  • Götz Erhardt, Co-Moderator des Initiativkreises Ruhr
  • Staatssekretär Dr. Dirk Günnewig, Ministerium der Finanzen Nordrhein-Westfalen

Auch das Publikum wurde an der Diskussionsrunde beteiligt.

Was gab es mitzunehmen am ersten gemeinsamen Abend des Future Dialogues? Eine beeindruckende Location, viele anregende Gespräche und Denkanstöße und nicht zuletzt aus den vielen stichhaltigen Argumenten der Diskussion das „Schweizer Taschenmesser für Digitale Souveränität“, so Moderatorin Christina Elmer: „Es enthält Experimente, Toleranz für Ambiguitäten und Reibung, außerdem Digital Literacy, Kooperationen mit der Forschung und das Ruhr Innovation Lab“. Götz Erhardt vom Initiativkreis Ruhr hat die Essenz des Ruhr Innovation Lab ebenso plastisch wie treffend auf den Punkt gebracht: „Mehr experimentieren!“

Veröffentlicht

Dienstag
01. September 2026
14:56 Uhr

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