Immer mit dabei: Die grüne RUB-Ente hat Zekiye Eken durch Irland begleitet.

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Austauschprogramm

Erst Englisch üben, dann Irish Folk tanzen: Ein Erfahrungsbericht

Erasmus ist nicht nur etwas für Studierende: Über das Programm AdmINT können auch RUB-Verwaltungsmitarbeitende ins Ausland. Zekiye Eken hat es ausprobiert.

Es gab einmal eine Zeit – gefühlt vor 100 Jahren –, da habe ich bei meinem international tätigen Arbeitgeber ganz selbstverständlich Englisch gesprochen und geschrieben. In den letzten rund 22 Jahren habe ich die Sprache dagegen vor allem auf Reisen gebraucht. Mein Englisch befand sich also irgendwo zwischen Tiefschlaf und Winterschlaf.

Als die Ruhr-Universität Bochum mit AdmINT ein Programm für Verwaltungsmitarbeitende startete, war für mich deshalb schnell klar: Diese Chance möchte ich nutzen. Über Erasmus+ ging es für eine Staff Week an das University College Cork (UCC) in Irland.

Erasmus-Mobilitätsprogramme an der Ruhr-Universität Bochum

Die Ruhr-Universität Bochum ist seit dem Programmstart 1987 als Erasmus+ Hochschule akkreditiert. Seitdem wurden mehr als 10.000 Studierende an der RUB durch Erasmus+ gefördert. Aber auch Beschäftigte profitieren von dem Programm. Welche Möglichkeiten es bietet, steht auf der Webseite des International Office.



Das University Collge Cork (UCC)

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Mein Ziel: möglichst viel Englisch sprechen, Menschen aus verschiedenen Ländern kennenlernen und mich fachlich mit einer Kollegin der UCC-Verwaltung zum Thema Onboarding austauschen.

Letzteres war für mich besonders bereichernd. Meine irische Kollegin Mary von der UCC hat sich mehr als zwei Stunden Zeit genommen. Wir haben uns intensiv ausgetauscht: über Gemeinsamkeiten, Unterschiede und darüber, wie man neue Kolleg*innen an einer Universität gut willkommen heißt.

Am Abend verwandelte sich die Aula Maxima in eine Tanzfläche für Irish Folk Dance.

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Besonders schön fand ich, wie schnell aus Menschen aus unterschiedlichen Ländern eine vertraute Gruppe wurde. In meinem Kurs waren Menschen zwischen 23 und 57 Jahren, darunter eine Anwältin aus Spanien, eine Ärztin und eine Psychologin aus Paris sowie eine Architektin aus Frankreich.

Lernen außerhalb des Klassenzimmers

Unser Kursleiter John erzählte uns viel über die irische Geschichte und die große Auswanderungswelle während der großen Hungersnot im 19. Jahrhundert. Millionen Iren verließen damals ihre Heimat. John schlug dabei die Brücke zu etwas, das uns heute weltweit begegnet: Irish Pubs und St. Patrick’s Day. Geschichte, die plötzlich ganz nah erscheint. 

Die UCC hat für uns auch außerhalb des Unterrichts einiges organisiert, zum Beispiel einen Ausflug zu einer Whiskey-Distillerie und einen Abend mit Irish Folk Dance. 



Auch privat habe ich Cork und Umgebung erkundet: Cobh, die Hafenstadt, in der die Titanic ihren letzten Halt vor der Atlantiküberquerung hatte, und das ehemalige Gefängnis (Cork City Gaol) gehörten ebenfalls dazu. Natürlich durfte meine kleine RUB-Ente nicht fehlen. Sie hat mich durch Cork begleitet und ist auf einigen der Fotos zu sehen. Ein kleines Stück RUB mitten in Irland.

Begegnung beim Cricket

Eine Begegnung werde ich besonders in Erinnerung behalten: Bei einem Spaziergang entdeckte ich spontan ein Cricket-Spiel und setzte mich dazu, obwohl ich von Cricket ungefähr so viel verstand wie ein Fisch vom Fahrradfahren. Mein etwa 70-jähriger Sitznachbar Kevin fragte mich, für welches Team ich sei. „Ich bin neu hier und möchte erst einmal das Spiel verstehen“, antwortete ich. Er lachte: „Dann musst du wohl noch öfter kommen – so richtig versteht das hier sowieso niemand!“

Damit war das Eis gebrochen. Eine Stunde lang unterhielten wir uns über Cork, die UCC, Deutschland und seinen früheren Aufenthalt in Münster. Zum Abschied sagte Kevin, mein Englisch sei sehr gut und er habe mich problemlos verstanden. Ich war ziemlich glücklich. Dass das Cork-Team anschließend gegen Leinster Dublin verlor, konnte ich deshalb verschmerzen.

Cork ist noch nicht ganz vorbei

Ich war übrigens nicht die Einzige aus der RUB-Verwaltung, die diese Erfahrung machen durfte. Nach mir waren noch zwei weitere Kolleg*innen aus anderen Dezernaten für eine Staff Week in Cork. Bis heute tauschen wir uns darüber aus, sprechen über unsere Erlebnisse und vergleichen Fotos.

Vielleicht ist genau das ein weiterer Teil von Erasmus+: Man bringt Begegnungen, Erinnerungen und ein kleines Stück dieser internationalen Erfahrung mit zurück auf den Campus.

Danke an die RUB für diese tolle Möglichkeit im Rahmen von AdmINT und Erasmus+ und an die UCC für die herzliche Gastfreundschaft, die tolle Organisation und die vielen Begegnungen. My English may not be perfect – but it is definitely awake again! And I intend to keep it that way.

Interesse, die Englischkenntnisse zu verbessern?

Das Dezernat für Personal- und Talententwicklung bietet verschiedene Möglichkeiten, die eigenen Englischkenntnisse weiterzuentwickeln, zum Beispiel

Zusätzlich gibt es niederschwellige Angebote wie den English Lunch und die English Tea Time

Wussten Sie schon, dass …

... bereits über eine Million Studierende deutschlandweit mit Eramus+ seit 1987 den Schritt ins Ausland gewagt haben? Diesen Meilenstein feiert die Jubiläumsaktion #OneInOneMillion des Deutschen Akademischen Austauschdiensts (DAAD). Mehr dazu hier.

Veröffentlicht

Montag
21. September 2026
09:41 Uhr

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