Andreas Mahnken freut sich, mit seiner Familie zurück ins Ruhrgebiet gekommen zu sein.
Radiologie
Andreas Mahnken interessieren KI und Robotik
Nach vielen Jahren in Marburg kommt der gebürtige Dortmunder zurück ins Ruhrgebiet.
„Das Ruhrgebiet kann Wandel“, sagt Prof. Dr. Andreas Mahnken. „Und ich freue mich auf die Veränderungen, die mich hier erwarten.“ Nach 13 Jahren als Lehrstuhlinhaber am Marburger Universitätsklinikum wurde er zum 1. Oktober 2025 zum Direktor des Instituts für Diagnostische und Interventionelle Radiologie und Nuklearmedizin am St. Josef-Hospital Bochum, Universitätsklinikum der Ruhr-Universität Bochum, berufen. Für ihn ist es auch eine Rückkehr nach Hause, denn die Verbindung in seine Geburtsstadt Dortmund ist nie abgerissen.
Der Tätigkeitsschwerpunkt des Mediziners liegt in der interventionellen Radiologie. „Wir können mittels Nadeln und Kathetern unter Sichtkontrolle zum Beispiel Krebs behandeln, verstopfte Beinarterien wieder durchgängig machen, oder Lungenembolien beseitigen“, erklärt er. Somit sind er und sein Team Anlaufstelle als Therapeuten.
Schwerpunkt auf kliniknahen Fragen
In der Forschung will Mahnken den Schwerpunkt künftig auf kliniknahe Fragen legen. „Das ist etwas ganz anderes als das, was ich zuletzt im Labor gemacht habe – die dafür notwendige Infrastruktur hat man hier durch das auf verschiedene Standpunkte verteilte Universitätsklinikum nicht“, sagt er. „Aber ich freue mich auf diese Veränderung.“ Der Besonderheiten des Bochumer Modells der Medizinerausbildung ist sich Mahnken bewusst und will sich seiner Herausforderungen annehmen, auch in der Lehre. „Die Bochumer Medizin hat sicherlich auch ihre Schwächen, aber für mich überwiegen die positiven Seiten. Ich arbeite in einem guten Haus an einer interessanten Universität.“
Insbesondere ist Mahnken auf der Suche nach Kooperationspartnerinnen und Kooperationspartnern auch aus anderen Fakultäten, wobei ihn vor allem Robotik und Künstliche Intelligenz interessieren. „Die KI in der Medizin wurde in den vergangenen zehn Jahren stark von der diagnostischen Radiologie getrieben“, begründet er. In der Robotik aber auch der KI sind es vor allem Anwendungen in der mikroinvasiven Therapie, die für ihn von Interesse sind. „Wer auf diesen Gebieten arbeitet, kann gerne Kontakt aufnehmen.“