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Newsportal - Ruhr-Universität Bochum

Presseinformation
  • Diese Illustration zeigt, wie es zu dem Fossilfund gekommen sein könnte: Bei dem Versuch, einen Tintenfisch zu fressen, wehrte sich dieser, und der Flugsaurier verlor einen Zahn.
    © Christian Klug and Beat Scheffold
  • Etwa 30 Zentimeter lang ist der versteinerte Kopffüßer. Von dieser Art waren nur drei erhaltene Exemplare bekannt – jetzt sind es vier.
    © Michael Schwettmann
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Fossilfund

Millionen Jahre alter Schnappschuss eines missglückten Fressversuchs

Dank besonderer Versteinerungsbedingungen überdauerte der Zahn eines Flugsauriers im Weichgewebe eines Kopffüßers – und lässt neue Rückschlüsse auf die Nahrungsnetze der Vergangenheit zu.

Anhand eines 152 Millionen Jahre alten Fossils aus Süddeutschland konnten Forscher neue Erkenntnisse über die Speisekarte von Flugsauriern gewinnen. In einer Versteinerung aus dem Solnhofener Plattenkalk fanden sie einen Flugsaurierzahn, der im Weichgewebe eines Kopffüßers (umgangssprachlich: Tintenfisch) steckt,– der erste Beleg, dass Flugsaurier neben Fischen auch diese Meerestiere gejagt haben. Ein Team um Dr. René Hoffmann vom Institut für Geologie, Mineralogie und Geophysik der Ruhr-Universität Bochum berichtet über den Fund in der Zeitschrift Scientific Reports vom 27. Januar 2020.

Die Bedingungen, unter denen die Fossilien im Solnhofener Steinbruch entstanden, sind selten. Sauerstoffarmut am Meeresboden, erhöhter Salzgehalt und ruhige Wasserbedingungen führten dazu, dass Weichteile phosphatisiert wurden und somit erhalten blieben. Unter UV-Licht leuchten die erhaltenen Weichteile weiß. So konnte René Hoffmann zeigen, dass der abgebrochene Zahn des Flugsauriers nicht zufällig mit dem Kopffüßer zusammen versteinert worden war, sondern in dessen Weichgewebe steckt.

Artenbestimmung

Flugsaurierexperte Dr. Jordan Bestwick von der University of Leicester rekonstruierte, dass der Zahn einem nahezu ausgewachsenen Flugsaurier der Art Rhamphorhynchus muensteri gehört haben muss. Die Forscher vermuten, dass das Tier über der Wasseroberfläche jagte, den Kopffüßer schnappte, der sich daraufhin zur Wehr setzte und befreien konnte – dabei brach dem Flugsaurier ein Zahn ab.

Der achtarmige Kopffüßer gehört zur Art Plesioteuthis subovata, wie Dr. Dirk Fuchs von der Bayerischen Staatssammlung für Paläontologie und Geologie bestimmte. Aufgrund der Anzahl an Armen ist Plesioteuthis innerhalb der Kopffüßer am nächsten mit dem heute noch lebenden Octopus verwandt. Von dieser Art sind bislang nur drei Fossilfunde bekannt. Ob der in der Versteinerung erhaltene Kopffüßer unmittelbar nach der Attacke durch den Flugsaurier starb oder noch weiterlebte, können die Forscher nicht sagen. „Der Zahn steckt an einer Stelle, an der keine lebensnotwendigen Organe sitzen“, erklärt René Hoffmann. „Es kann also sein, dass er durchaus eine Weile so weitergelebt hat.“

Fossilfund eines Hobbysammlers

Auf das Fossil aufmerksam geworden war René Hoffman in der Zeitschrift „Der Steinkern“. Dort war ein kleines Bild des Fundes abgedruckt, das der Hobbysammler und Fossilpräparator Udo Resch entdeckt hatte. Gemeinsam mit Guido und Roman Berndt hatte er es sorgfältig präpariert. Nach der Kontaktaufnahme durch René Hoffmann stellte Guido Berndt das Fundstück für wissenschaftliche Analysen zur Verfügung. Es wird künftig im Paläontologischen Institut und Museum der Universität Zürich ausgestellt.

Originalveröffentlichung

René Hoffmann, Jordan Bestwick, Guido Berndt, Roman Berndt, Dirk Fuchs, Christian Klug: Pterosaurs ate soft-bodied cephalopods (Coleoidea), in: Scientific Reports, 2020, DOI: 10.1038/s41598-020-57731-2

Pressekontakt

Dr. René Hoffmann
Institut für Geologie, Mineralogie und Geophysik
Fakultät für Geowissenschaften
Ruhr-Universität Bochum
Tel.: +49 234 32 23256
E-Mail: rene.hoffmann@rub.de

Angeklickt
  • Die ganze Geschichte zum Fossilfund
  • Artikel über die Ammoniten-Forschung von René Hoffmann im Wissenschaftsmagazin Rubin
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Veröffentlicht
Donnerstag
6. Februar 2020
08.57 Uhr
Von
Julia Weiler (jwe)
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