Daphnien werden an der Ruhr-Universität Bochum in solchen Gläsern gezüchtet.
Biologie
Wie Wasserflöhe ihre Fressfeinde aufspüren
Wenn Wasserflöhe mit Räubern in der Nähe aufwachsen, ändern sie ihre Körperform. Dornenkränze oder große Köpfe machen sie schwerer fressbar. Neue Einblicke in die zugrunde liegenden Mechanismen gibt ein Bochumer Team.
Wasserflöhe, auch Daphnien genannt, sind Verteidigungskünstler: Wenn ihre Räuber in der Nähe leben, verändern sie ihren Körperbau so, dass sie schwerer zu fressen sind. „Die Räuber senden chemische Signalstoffe aus, die die Daphnien wahrnehmen können“, erklärt Prof. Dr. Linda Weiss von der Ruhr-Universität Bochum. Mit ihrem Team identifizierte sie eine Chemorezeptor-Genfamilie, die den Bauplan für die entsprechenden Rezeptoren enthält und somit an der Wahrnehmung der Räuber-Signale beteiligt ist. Eine Gruppe um Dr. Annette Graeve, Joshua Huster und Prof. Dr. Linda Weiss beschreibt die Ergebnisse in der Zeitschrift „Proceedings of the Royal Society B“, online veröffentlicht am 6. Mai 2026.