Die Interaktion mit anderen Menschen fällt manchmal schwer. Eine Therapie soll helfen. 

© RUB, Marquard

Therapieangebot

Hilfe, wenn die Interaktion mit anderen Menschen schwerfällt

Für eine Studie sucht die Psychologie der Ruhr-Universität Menschen, denen es schwerfällt, nein zu sagen, die Konflikte und Einsamkeit erleben. Ihnen macht sie ein besonderes Therapieangebot.

Menschen, denen es schwerfällt, mit anderen zu interagieren, werden am Forschungs- und Behandlungszentrum für psychische Gesundheit der Ruhr-Universität Bochum für die Teilnahme an einer Therapiestudie gesucht. Eingeschlossen werden Personen, die an Depressionen, Ängsten, Persönlichkeitsstörungen leiden und Schwierigkeiten im Umgang mit anderen haben. Die psychische Erkrankung muss noch nicht offiziell diagnostiziert sein. Angewandt wird das Kiesler-Kreis-Training, das ursprünglich zur Behandlung chronischer Depressionen entwickelt wurde. Interessierte können sich per Mail melden unter Kiesler-Kreis-Training@ruhr-uni-bochum.de. Sie nehmen an einem unverbindlichen Telefonscreening teil. 

Die wichtigsten Infos

  • Durch die Gruppe können Patienten und Patientinnen eine störungsspezifische Therapie mit deutlich geringerer Wartezeit bekommen als üblich. 
  • Teilnehmen können Menschen ab 18 Jahre, die sich derzeit nicht in psychotherapeutischer Behandlung befinden.
  • Nach einem telefonischen Screening erfolgt die Diagnosestellung durch das Studienteam. 
  • Die Therapie umfasst 12 Sitzungen von je 100 Minuten Dauer. 

Das Kiesler-Kreis-Training (KKT) ist ursprünglich zur Behandlung chronischer Depressionen entwickelt worden. „Aktuelle Forschung deutet darauf hin, dass sich mithilfe vom KKT auch andere Störungsbilder behandeln lassen, in denen auch Interaktionsprobleme charakteristisch sind“, erklärt Celina Dallmann vom Studienteam. „Das wollen wir in unserer Studie unter anderem untersuchen.“

Im Rahmen der Therapie geht es darum, eigene problematische Muster zu erkennen, einzuordnen und neues Interaktionsverhalten zu lernen und auszuprobieren. Das Therapieprogramm besteht aus vielen Übungen und Gelegenheit zum Austausch zwischen den Teilnehmenden.

„Bestimmte Probleme zeigen sich nur in bestimmten Kontexten, so oft auch Interaktionsschwierigkeiten“, so Celina Dallmann. „Durch den Gruppenkontext können wir gezielter an solchen Themen arbeiten als es in einer Einzeltherapie möglich wäre.“ Die Gruppentherapie unterscheidet sich von anderen gruppentherapeutischen Formaten insofern, als dass sie strukturiert mithilfe aktiver Übungen neues Verhalten testet.

Pressekontakt

Celina Dallmann
Psychologin
Forschungs- und Behandlungszentrum für psychische Gesundheit
Ruhr-Universität Bochum
Tel.: +49 234 32 18300
E-Mail: celina.dallmann@ruhr-uni-bochum.de

Veröffentlicht

Freitag
03. Juli 2026
09:38 Uhr

Teilen