Florian Lohkamp (links) und Pinar Sahbaz erhalten ein EXIST-Gründungsstipendium.
EXIST-Gründerstipendium
Neuartige Mühle für schonende Verarbeitung von Blättern
Die Team-Mitglieder kennen sich schon aus der Schule. Nach dem Studium gründen sie gemeinsam ein Start-up.
Pflanzliche Lebensmittel oder Arzneistoffe werden häufig aus gemahlenen Blättern hergestellt. Bei der herkömmlichen Produktionsweise gehen durch Erhitzen und Oxidation jedoch viele wertvolle Inhaltsstoffe verloren. Pinar Sahbaz, Absolventin der Ruhr-Universität Bochum, Florian Lohkamp und Ahmed Erciyaz entwickeln ein schonenderes Mahlverfahren. Ihre Mühle soll kompakt sein und es erlauben, etwa Teeblätter für Matcha zu Hause oder im Café frisch und schonend zu mahlen. Bei ihrer Gründung werden sie im Rahmen eines EXIST-Gründungsstipendiums vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie für ein Jahr mit insgesamt 113.000 Euro unterstützt.
Der Gedanke an die Gründung ließ sie nicht los
Die drei Mitglieder des Gründungsteams kennen sich noch aus Schulzeiten. Nach dem Abitur in Wuppertal schlugen sie zunächst verschiedene Wege ein: Pinar Sahbaz studierte Sales Engineering und Product Management, Florian Lohkamp Taxation, Ahmed Erciyaz Fahrzeugtechnik. „Nach meinem Studienabschluss habe ich erstmal gearbeitet, aber der Gedanke an eine Unternehmensgründung hat mich nie losgelassen“, berichtet Pinar Sahbaz.
Im Rahmen eines EXIST-Women-Stipendiums entstand die Idee für die Mühle. An ihrer Alma Mater fand Sahbaz nicht nur Unterstützung durch Sven Maihöfer, Annabelle Beyer und Christiane Jonietz von der Worldfactory, sondern auch die wertvolle Expertise von Dr. Jonathan Lenz und Prof. Dr. Sebastian Weber in den Bereichen Metall-3D-Druck und Werkstofftechnik. Ihre Idee der schonenden Blattmühle reifte. Sie brauchte ein Team. „Da wir immer Kontakt gehalten hatten und offen miteinander umgehen, habe ich meine beiden ehemaligen Schulkameraden angesprochen, und sie sind dabei“, erzählt sie.
EXIST-Gründungsstipendien
Am Lehrstuhl Werkstofftechnik der Ruhr-Universität Bochum von Sebastian Weber entwickeln die drei mit Unterstützung der Forschenden und der Worldfactory ihre Idee jetzt weiter. „Wir werden mittels 3D-Druck einen ersten Prototypen fertigen und testen, sind im Kontakt mit möglichen Kunden und streben eine Patentierung unserer innovativen Mahltechnik an“, sagt Florian Lohkamp.