Die Förderung ist ein großer Erfolg für die Ruhr-Universität und die europäische Hochschulallianz UNIC.
EU-Förderung
Zwei Millionen Euro für das UNIC-Projekt BLENDS
Es stärkt Entrepreneurship, Transfer und internationale Zusammenarbeit innerhalb der europäischen Hochschulallianz.
Großer Erfolg für die Ruhr-Universität und die europäische Hochschulallianz UNIC (European University of Cities in Post-Industrial Transition) im EIT Higher Education Initiative Call 2025: Das UNIC-Projekt BLENDS („Boosting Learning in Entrepreneurship through New and Deepening Alliance Synergies“) wurde aus 138 europaweit eingereichten Bewerbungen ausgewählt. UNIC erhält ab September 2026 über einen Zeitraum von zwei Jahren zwei Millionen Euro, um die Innovations- und Unternehmerfähigkeiten innerhalb der Allianz zu stärken.
Kooperationspartner
BLENDS bringt die zehn UNIC-Universitäten aus postindustriellen Städten Europas noch näher zusammen und soll Innovations- und Gründungskompetenzen innerhalb der Hochschulen nachhaltig stärken. Gemeinsam mit Partnern (siehe Infobox) entwickelt das Projekt neue Ansätze, um Lehre, gesellschaftliche Transformation sowie Transfer und Entrepreneurship stärker miteinander zu verbinden. Im Mittelpunkt stehen dabei vier strategische Ziele:
- die Weiterentwicklung gemeinsamer Entrepreneurship- und Innovationskompetenzen
- die stärkere Verankerung unternehmerischen Denkens in der nachhaltigen Stadtentwicklung
- der Ausbau internationaler Strukturen für Transfer und Entrepreneurship
- die Entwicklung gemeinsamer Methoden zur Wirkungsmessung und Skalierung erfolgreicher Innovationsansätze.
Die Ruhr-Universität übernimmt innerhalb des Konsortiums die zentrale Rolle im Bereich Internationalisierung von Transfer und Entrepreneurship. Der Lehrstuhl für Entrepreneurship und Innovative Geschäftsmodelle von Prof. Dr. Stefanie Bröring leitet das sogenannte Work Package 2: „Scaling Collaborative Entrepreneurial Learning Ecosystem“.
Internationale Lernpfade
Ziel dieses Arbeitspakets ist es, Entrepreneurship-Ausbildung und Innovationskompetenzen innerhalb von UNIC gemeinsam weiterzuentwickeln und stärker mit den Methoden und Programmen der EIT Knowledge and Innovation Communities zu verzahnen. Hierzu werden unter anderem gemeinsame Lehr- und Lernformate, Qualifizierungsangebote sowie internationale Lernpfade entwickelt, die Studierende, Forschende und angehende Gründende gezielt auf unternehmerisches Handeln vorbereiten und den Zugang zu europäischen Innovations- und Förderprogrammen erleichtern.
Die WORLDFACTORY übernimmt die Leitung von Aufgaben des Work Package 4 „Strengthening Technology Transfer, Acceleration and International Scaling“. Hier geht es darum, die Zusammenarbeit der Transfer und Entrepreneurship Offices innerhalb von UNIC weiterzuentwickeln und den internationalen Wissens- und Technologietransfer sowie Entrepreneurship nachhaltig zu stärken.
Hierzu werden unter anderem ein gemeinsamer UNIC Alliance Technology Transfer Hub, ein allianzweiter Commercialisation Readiness Framework zur Bewertung der Marktreife wissenschaftsbasierter Innovationen sowie ein gemeinsames Alliance Startup Development Program entwickelt. Diese neuen Strukturen sollen dabei unterstützen, Technologien schneller in internationale Innovationsökosysteme zu überführen und den Zugang zu europäischen Beschleunigungs- und Förderprogrammen zu erleichtern.
Internationalisierung von wissenschaftsbasierten Start-ups
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Internationalisierung wissenschaftsbasierter Start-ups sowie der engen Zusammenarbeit mit europäischen Innovationspartnern und den EIT Knowledge and Innovation Communities. Gleichzeitig werden bewährte Transfer- und Unterstützungsformate zwischen den Partneruniversitäten ausgetauscht und dauerhaft innerhalb der Allianz verankert.
Mit BLENDS leistet die Ruhr-Universität einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung europäischer Innovations- und Gründungsökosysteme. Durch die enge Zusammenarbeit der Partneruniversitäten entstehen neue internationale Lern-, Transfer- und Vernetzungsformate, die Studierende, Forschende und Start-ups gleichermaßen unterstützen. Außerdem stärkt das Projekt die Rolle der Hochschulen als Impulsgeber für Innovation, Transfer und nachhaltige regionale Entwicklung. Gleichzeitig baut die Ruhr-Universität ihre internationale Sichtbarkeit im Bereich Entrepreneurship und Innovation weiter aus und unterstreicht ihre Rolle als eine der führenden Gründungsuniversitäten Deutschlands.