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Was tun mit ausrangierten Rechnern? Das Nachhaltigkeitsbüro hat eine Lösung gefunden.
Nachhaltigkeit Ausgediente Rechner versteigert
Das Nachhaltigkeitsbüro versteigert über die Zoll-Auktion ausgediente Elektrokleingeräte. Die Pilotphase läuft bis Ende des Jahres.
70 Computer rangierte die Fakultät für Bau- und Umweltingenieurwissenschaften im vergangenen Jahr aus. Grund dafür war die Auflösung eines CIP-Pools. Wegwerfen kam für die Fakultät nicht in Frage. Kurzum fragte man das Team des Nachhaltigkeitsbüros um Rat. Das machte sich auf die Suche nach Lösungen. „Das war gar nicht so einfach. Verschenken und verkaufen durften wir sie aus rechtlichen Gründen nicht. Außerdem mussten Fragen zum Datenschutz geklärt werden“, erzählt Nadine Wolf vom Nachhaltigkeitsbüro. Das Team wurde auf die Zoll-Auktion, das Auktionshaus von Bund, Ländern und Gemeinden, aufmerksam. Und wieder gab es viele Fragen zu klären, weiß Melanie Bücher vom Nachhaltigkeitsbüro: „Welche Kosten entstehen, und wer übernimmt diese? Wo lagern wir die Dinge bis zur Abgabe an potenzielle Käufer*innen? Wie gestalten wir die Deinventarisierung, den Transport, den Abholprozess?“
Das Projekt entwickelte sich schnell zu einer Gemeinschaftsaufgabe. „Ohne die Beteiligten aus der Fakultät für Bau- und Umweltingenieurwissenschaften, aus Dezernat 5, Dezernat 4, IT-Services und dem Datenschutzbeauftragten hätten wir die Idee nicht umsetzen können. Ihnen gilt unser Dank“, so Melanie Bücher. Mittlerweile hat das Nachhaltigkeitsbüro im Zoll-Auktionshaus eine eigene Auktionsrolle. „15 Rechner haben wir bereits versteigert, die nächsten 30 gehen die Tage online“, berichtet Wolf.
Start der Pilotphase
Ab sofort dürfen sich außerdem weitere interessierte RUB-Einrichtungen mit ausgesonderten Elektrokleingeräten beim Nachhaltigkeitsbüro melden. Die Pilotphase des Projekts Zoll-Auktion läuft bis Ende des Jahres. „Das hat vor allem organisatorische Gründe. Wir können noch nicht abschätzen, wie hoch der Bedarf ist und wie groß der Arbeitsaufwand sein wird, ob das für uns stemmbar bleibt“, erklärt Wolf. „Wir hoffen sehr, dass die Ideen zu einem Ressourcen-schonendem Umgang an der Ruhr-Uni mehr und mehr Berücksichtigung finden“, betont Melanie Bücher. „Wie leicht landen Elektroteile, die noch brauchbar sind, aus Bequemlichkeit auf dem Elektroschrott. Wir wollen mit dieser Aktion eine nachhaltigere Alternative anbieten“, ergänzt Wolf.