Solarstrom sollte gleich dort verwendet oder gespeichert werden, wo er hergestellt wird. In diesem Fall könnte er das E-Auto betreiben. 

© Lehrstuhl ENESYS

Projekt Energie entsteht und bleibt im Quartier

Die Ruhr-Universität Bochum und Vonovia erproben, wie man ältere Siedlungen energetisch fit für die Zukunft machen kann.

Solarstrom vom Dach einer Siedlung fließt in Erdwärmepumpen und heizt die Häuser, überschüssige Energie wird gespeichert und treibt E-Autos der Anwohner an: So könnte aussehen, was im Projekt „EMSiQ – Sektorenübergreifendes Energiemanagement im intelligenten Bestandsquartier“ entsteht. Die Ruhr-Universität Bochum und das Wohnungsunternehmen Vonovia entwickeln gemeinsam das Konzept und setzen es dann an einer Bochumer Wohnsiedlung aus den 1950er-Jahren um. Das Verbundprojekt wird durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz im Rahmen des 8. Energieforschungsprogramms mit rund 2,9 Millionen Euro für vier Jahre gefördert. 

Viele Probleme auf einmal lösen

Das Projektteam will viele Probleme auf einmal lösen: Es geht darum, auf erneuerbare Energien zu setzen und Ersatz für die bisherigen Gaszentralheizungen zu schaffen. Außerdem wird eine praktikable Lösung erforscht, die weitere Belastungen des öffentlichen Stromnetzes reduziert. Durch eine effiziente Führung der Anlagen sollen Einsparpotenziale beim Energieverbrauch und damit auch bei den Kosten gehoben werden. Dies soll zu einem weiteren Ziel beitragen, nämlich die Belastung für Mieterinnen und Mieter der Siedlung möglichst zu reduzieren – sowohl im Hinblick auf Kosten als auch auf die vorgesehenen Baumaßnahmen. 

Veröffentlicht

Montag
27. Januar 2025
09:11 Uhr

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