Lars Schäfer, Michaela Blech und Tobias Prass (von links) forschen an der Zusammensetzung von Antikörpermedikamenten. 

© RUB, Marquard

Chemie

Simulationen vereinfachen die Injektion von Antikörpermedikamenten

Ein neues Computermodell könnte helfen, Antikörper-Arzneimittelformulierungen vorherzusagen und zu verbessern. Ziel ist es, dass Patienten sich die Medikamente zu Hause selbst injizieren.

Monoklonale Antikörper helfen zum Beispiel gegen Autoimmun- oder Krebserkrankungen. Patienten müssen sie sich bislang alle paar Wochen per Infusion abholen. Einfacher wäre es, sie könnten sich die Medikamente zu Hause selbst unter die Haut spritzen. Das ginge aber nur, wenn die Medikamente zugleich hochkonzentriert, aber nicht zu dickflüssig wären. Um das zu bewerkstelligen, hat ein Team der Ruhr-Universität Bochum unter Leitung von Prof. Dr. Lars Schäfer vom Lehrstuhl für Theoretische Chemie und der Firma Boehringer Ingelheim Pharma eine schnelle und realistische Simulationsmethode entwickelt. Damit lässt sich das Verhalten von Formulierungen vorhersagen. Das Team berichtet im Journal of Physical Chemistry Letters vom 7. Dezember 2025. 

Veröffentlicht

Freitag
16. Januar 2026
08:43 Uhr

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