Huu Phuc Nguyen leitet den Lehrstuhl für Humangenetik an der Ruhr-Universität Bochum.

© Damian Gorczany

Morbus Huntington

Wie beschädigte Huntingtin-Proteine abgebaut werden

Forschende haben zentrale Schritte der Ubiquitin-Markierung des mutierten Huntingtin-Proteins aufgeklärt. Das lässt auf einen Ansatzpunkt für künftige Therapien hoffen.

Für die Huntington-Erkrankung gibt es bislang keine Heilung: Durch eine genetische Veränderung bilden sich schadhafte Proteine, die sich ansammeln und zu den typischen Symptomen führen. Ein Team der Humangenetik der Ruhr-Universität Bochum hat gezeigt, welche Rolle eine gezielte Ubiquitin-Markierung an zwei Positionen des mutierten Huntingtin-Proteins für dessen Abbau und Verteilung in der Zelle spielt. Die Erkenntnisse könnten einen Ansatz für ein künftiges therapeutisches Eingreifen bieten. Das Bochumer Team um Prof. Dr. Huu Phuc Nguyen arbeitete zusammen mit dem israelischen Forscher Prof. Dr. Aaron Ciechanover, der für seine Arbeiten zum Abbausystem von Proteinen 2004 mit dem Nobelpreis für Chemie ausgezeichnet wurde. Die Zeitschrift Proceedings of the National Academy of Sciences berichtet in der Ausgabe vom 8. Januar 2026. 

Veröffentlicht

Donnerstag
05. Februar 2026
09:30 Uhr

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