Johannes Karges erforscht Wirkstoffe, die Tumorzellen töten.
Chemotherapie
Krebszellen sterben an Kupfer-Überladung
Ein Kupfer-Wirkstoffkomplex tötet Krebszellen auf neue Art und Weise. Das Startsignal bekommt er durch Licht. Er könnte dort helfen, wo bisherige Chemotherapien an ihre Grenzen stoßen.
Erst 2022 wurde die sogenannte Cuproptose entdeckt: Eine zuvor unbekannte Art des Zelltods durch einen Überschuss an Kupfer. Diesen Mechanismus machte sich die Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Johannes Karges an der Ruhr-Universität Bochum zunutze, um einen neuen Wirkstoffkomplex auf Kupferbasis zu entwickeln, der Zellen 100-mal effektiver tötet als im Einsatz befindliche Chemotherapeutika. Der Kupferkomplex ist eingebettet in Polymernanopartikel, die sich gezielt im Tumorgewebe anlagern. Erst durch eine Aktivierung mit Licht lösen sich die Partikel auf und geben den Wirkstoff frei. So tötet er gezielt Tumorzellen und verschont gesundes Gewebe. Das Team berichtet in der Zeitschrift „Advanced Functional Materials“ vom 25. März 2026.