„Together for a future-proof society“ – so lautet das Motto des Ruhr Innovation Lab.

© RUB, Kramer

Exzellenzstrategie

Ruhr Innovation Lab begutachtet

Die Ruhr-Universität Bochum und die TU Dortmund haben Mitte Mai ihren gemeinsamen Antrag als Exzellenzverbund präsentiert.

Vom 19. bis 21. Mai 2026 war ein Gremium aus internationalen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern vor Ort, um das „Ruhr Innovation Lab“ zu begutachten. Mit dem Konzept haben sich die Ruhr-Universität Bochum und die TU Dortmund zusammen in der Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder beworben. Ihr gemeinsames Ziel ist es, hochschulübergreifend Forschungsfreiräume zu eröffnen und Netzwerke zu knüpfen, um zu einer zukunftsfähigen und resilienten Gesellschaft beizutragen. Die gemeinsamen Forschungsschwerpunkte verbindet der Auftrag, Wohlstand für alle Generationen zu erhalten, Vertrauenswürdigkeit im digitalen Zeitalter zu sichern und die Werte unserer Demokratie zu bewahren.

Der schriftliche Antrag war bereits im November eingereicht worden. Bei dem dreitägigen Besuch vor Ort hatten die Gutachtenden nun Gelegenheit, umfassend Fragen zu stellen. Dabei trafen sie nicht nur Rektorate, Forschende und Studierende der beiden Universitäten, sondern auch Partner aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik. Mehr als 300 Beteiligte waren in die Vorbereitung des Programms eingebunden, das der Wissenschaftsrat allen Standorten gleichermaßen für die Begutachtung vorgibt. Touren zu den Forschungsbereichen gehörten ebenso dazu wie Gespräche mit den Hochschulräten oder Interviews mit Studierenden.

Verzahnung ist gelebte Realität

„Die Verbindung zwischen unseren beiden Unis ist in den vergangenen Monaten noch enger geworden“, sagt Prof. Dr. Manfred Bayer, Rektor der TU Dortmund. „Das Ruhr Innovation Lab ist nicht nur ein Antrag auf dem Papier, sondern die Verzahnung ist bereits gelebte Realität. Diesen Weg wollen wir fortsetzen.“ Prof. Dr. Martin Paul, Rektor der Ruhr-Universität Bochum ergänzt: „Wir danken allen Mitgliedern und Partnern, die an der intensiven Vorbereitung mitgewirkt haben. Der Teamgeist und der Elan waren deutlich spürbar, dies wird unsere Zusammenarbeit auch für die Zukunft prägen.“

Die Rektoratsmitglieder des Ruhr Innovation Lab von links nach rechts: Prof. Dr. Tessa Flatten (Prorektorin Internationales Dortmund), Prof. Dr. Kornelia Freitag (Bochumer Prorektorin für Lehre und Studium), Prof. Dr. Martin Paul (Rektor Bochum), Dr. Achim Dilling (Kanzler Bochum), Markus Neuhaus (Kanzler Dortmund), Prof. Dr. Petra Wiederkehr (Dortmunder Prorektorin für Diversität), Prof. Dr. Günther Meschke (Bochumer Prorektor Forschung und Transfer), Prof. Dr. Gerhard Schembecker (Dortmunder Prorektor für Finanzen), Prof. Dr. Nele McElvany (Dortmunder Prorektorin für Forschung), Prof. Dr. Manfred Bayer (Rektor Dortmund), Prof. Dr. Isolde Karle (Bochumer Prorektorin für Diversität, Inklusion und Talententwicklung), Prof. Dr. Achim von Keudell (Bochumer Prorektor für Struktur und Planung), Prof. Dr. Wiebke Möhring (Dortmunder Prorektorin für Studium)

© RUB, Marquard

In der Universitätsallianz Ruhr (UA Ruhr) mit der Universität Duisburg-Essen kooperieren beide Hochschulen schon seit fast 20 Jahren. Im Ruhr Innovation Lab soll die Zusammenarbeit auf eine neue Stufe gehoben werden: So werden etwa gemeinsame Forschungsschwerpunkte gezielt weiterentwickelt, Pilotfakultäten stimmen Berufungen sowie Studienangebote ab und über ein Buchungssystem können Forschungsgeräte geteilt werden. Maßnahmen, die sich in diesem Experimentierraum bewähren, können später auf die Kooperation mit der Universität Duisburg-Essen übertragen werden.

Über die Exzellenzstrategie

Um den Titel Exzellenzuniversität oder Exzellenzverbund konnten sich Hochschulen bewerben, die im Frühjahr 2025 eine hinreichende Zahl an Exzellenzclustern eingeworben hatten. Gefragt ist ein Strategiekonzept, um die strukturelle Erneuerungsfähigkeit zu stärken. Dabei geht es sowohl um Spitzenforschung als auch um Aspekte wie Transfer, Diversität oder internationale Verbindungen. Für die Maßnahmen können bis zu 28 Millionen Euro pro Jahr beantragt werden. Mit dem „Ruhr Innovation Lab“ treten die Ruhr-Universität Bochum und die TU Dortmund gegen zehn weitere Neuanträge an. Bis zu fünf davon können gefördert können, nachdem bereits zehn Titelverteidiger erfolgreich waren. Die Entscheidung wird am 2. Oktober 2026 bekannt gegeben. Die Förderung beginnt im Januar 2027 für zunächst sieben Jahre. 

 Podcast „Think. Try. Transform.“

Für den Podcast des Ruhr Innovation Lab können Fragen eingereicht werden, die die beiden Rektoren in Folge 7 im Juni beantworten. Bitte schicken Sie Ihre Fragen bis zum 31. Mai per E-Mail an: hochschulkommunikation@ruhr-uni-bochum.de.

Veröffentlicht

Freitag
22. Mai 2026
10:01 Uhr

Von

Eva Prost

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