Konfokale Mikroskopie von Arabidopsis-Pflanzen, die NAC53 mit einem GFP exprimieren.

© Suayb Üstün

Biologie

Wie Pflanzen ihre Energie unter Stress neu ausbalancieren

Unter Stressbedingungen fahren Pflanzen die Energiegewinnung zurück, um die Priorität zunächst auf den Abbau beschädigter Proteine zu setzen.

Pflanzen sind ständig Stress ausgesetzt – durch Krankheitserreger, Hitze oder andere Umweltfaktoren. Dabei können Proteine beschädigt werden, und die Zellfunktion gerät aus dem Gleichgewicht. Forschende der Ruhr-Universität Bochum um Prof. Dr. Suayb Üstün haben entdeckt, wie Pflanzenzellen auf diesen sogenannten Proteinstress reagieren und ihre inneren Prozesse gezielt anpassen. Sie zeigen, dass Zellen unter Stress dem Abbau beschädigter Proteine den Vorzug vor der Energiegewinnung durch Photosynthese geben. Die Erkenntnis dieser Zusammenhänge könnte helfen, Pflanzen robuster zu machen. Die Studie ist in der Zeitschrift Molecular Cell vom 30. April 2026 veröffentlicht. 

Veröffentlicht

Montag
04. Mai 2026
11:09 Uhr

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