Bei der Tagung geht es unter anderem um die Vielfalt in der Pflanzenforschung.

© Katja Marquard

Internationale Konferenz

Botanik-Tagung an der Ruhr-Universität Bochum

Rund 500 Fachleute aus aller Welt kommen Anfang September nach Bochum. Am 7. September gibt es einen öffentlichen Abendvortrag im Hörsaal HZO 30, Ute Krämer spricht darin über die Schwermetall-Toleranz von Pflanzen.

Vom 6. bis zum 10. September 2026 findet an der Ruhr-Universität Bochum die internationale Botanik-Tagung der Deutschen Botanischen Gesellschaft statt. Prof. Dr. Christopher Grefen organsiert die Veranstaltung vor Ort; er ist Direktor des Botanischen Gartens und leitet den Lehrstuhl für Molekulare und Zelluläre Botanik der Ruhr-Universität. Das Motto der Tagung lautet „From Industrial Past to Green Future“. Es richtet den Fokus auf den Strukturwandel des Ruhrgebiets, von Kohleabbau und Schwerindustrie hin zu den immer wichtigeren Fragen des Klimaschutzes, der Nachhaltigkeit und Biodiversitätsbewahrung, mit der Pflanzenwissenschaft als treibender Kraft dieser Transformation. Die Organisatoren erwarten etwa 500 Gäste aus rund 40 Ländern: angehende und etablierte Forscherinnen und Forscher aus allen Bereichen der Pflanzenwissenschaften, von Molekularbiologie bis hin zur Ökosystemforschung, um neue Erkenntnisse auszutauschen, Kooperationen zu fördern und die Vielfalt der Pflanzenforschung zu feiern.

Öffentlicher Abendvortrag

Prof. Dr. Ute Krämer, Inhaberin des Lehrstuhls für Pflanzenphysiologie der Ruhr-Universität Bochum, gibt in einem öffentlichen Abendvortrag Einblicke in ihre Forschungsarbeit zur Schwermetall-Toleranz von Pflanzen. Los geht es am 7. September um 20 Uhr im Hörsaal HZO 30. Hierzu sind alle Interessierten herzlich eingeladen.

Der komplette Titel des Vortrags lautet: „Schwermetall-Toleranz: Faszination und Bedeutung pflanzlicher Anpassungsfähigkeit“. Die faszinierenden Anpassungsleistungen von Pflanzen entstehen oft durch besonders schnelle natürliche Evolutionsprozesse, deren Auslöser menschengemachte Umweltveränderungen sind. Daher wird als Hintergrund auch die wechselseitige Beeinflussung zwischen Mensch, Technologie und Natur im Vortrag beleuchtet, wobei sich verschiedene Bezüge ergeben, unter anderem auch zum Deutschen Bergbau-Museum und zur Ruhr-Universität Bochum. Schließlich wird der Vortrag skizzieren, wie wir von Pflanzen lernen können, um durch biotechnologische Anwendungen von Forschungsergebnissen Probleme zu lösen.

Veröffentlicht

Donnerstag
20. August 2026
12:57 Uhr

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