Einrichtungen aus ganz NRW gehören zum neuen Verbund.
Kooperation
Europäisches KI-Netzwerk gründet neue Einheit in NRW
Mehr als 40 führende KI-Forschende aus der Region werden Open-Source-Modelle und vertrauenswürdige Anwendungen vorantreiben. Die Ruhr-Universität ist beteiligt.
Das European Laboratory for Learning and Intelligent Systems (ELLIS) ist eines der führenden europäischen Netzwerke für Forschung im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI). Es wurde mit dem Ziel gegründet, exzellente KI-Forschung zu stärken und international wettbewerbsfähige Zentren in ganz Europa zu schaffen. Nun baut ELLIS sein Netzwerk weiter aus und genehmigt eine neue Einheit in Nordrhein-Westfalen. Diese bringt führende KI-Forschende und Recheninfrastrukturen aus der Region zusammen, um Open-Source-Grundlagenmodelle, vertrauenswürdiges maschinelles Lernen und reale KI-Anwendungen voranzutreiben.
Kooperationspartner
Das NRW-Team wird sogenannte Open-Source Generalist Foundation Models entwickeln und erforschen. Diese dienen als zentrale Bausteine für die Forschung im Bereich des maschinellen Lernens. Die Forschenden werden untersuchen, wie solche Modelle offen trainiert, zuverlässiger gestaltet und sicher an verschiedene Anwendungsbereiche angepasst werden können.
Zudem hat sich die Gruppe zum Ziel gesetzt, die Forschung zu vertrauenswürdiger KI zu stärken, insbesondere in Bereichen wie dem Gesundheitswesen, autonomen Systemen oder kritischen Infrastrukturen. In diesen Bereichen müssen KI-Systeme unter Unsicherheit, mit seltenen Ereignissen oder unter sensiblen realen Bedingungen arbeiten. Außerdem sollen Methoden des maschinellen Lernens auf Anwendungsbereiche wie nachhaltige Landwirtschaft oder autonome Roboter übertragen werden. Dazu kombinieren die Forschenden ihre Expertisen in den Bereichen Robotik, Computer Vision, Verarbeitung natürlicher Sprache, KI im Gesundheitswesen und neurosymbolische Systeme.
Internationale Sichtbarkeit der Region erhöhen
Die ELLIS-Einheit NRW wird über 40 führende Forschende und mehr als 300 Promovierende und Postdocs in ganz NRW umfassen sowie über die bedeutende Recheninfrastruktur des Forschungszentrums Jülich verfügen. Zudem wird sie die Verbindungen zu internationalen Open-Source-Initiativen wie LAION ausbauen. Damit soll sie einen Rahmen für gemeinsame Aktivitäten bieten und die internationale Sichtbarkeit der Region erhöhen. Zu den geplanten Aktivitäten gehören gemeinsame Forschungsinitiativen, Doktorandenausbildung, Sommerschulen sowie Kooperationen mit Partnern aus Industrie und dem öffentlichen Sektor.
Ruhr Innovation Lab: Forschung für resiliente digitale Infrastrukturen
Schon jetzt setzen die Ruhr-Universität Bochum und die TU Dortmund in der Erforschung sicherer, vertrauenswürdiger und souveräner digitaler Systeme europäische Maßstäbe. In einem von insgesamt vier Forschungsschwerpunkten des Ruhr Innovation Lab, zu dem sie sich im Zuge der Exzellenzstrategie zusammengeschlossen haben, bringen die beiden Universitäten Deutschlands einzigen Exzellenzcluster für Cybersicherheit CASA, das Max-Planck-Institut für Sicherheit und Privatsphäre in Bochum und das Lamarr-Institut zusammen. Im Forschungsschwerpunkt „Building a Resilient Digital Society“ verbinden die Forschenden aus Bochum und Dortmund die Themen Kryptografie, Statistik, KI sowie menschenzentrierte Vertrauens- und Usability-Forschung. So adressieren sie systemische Risiken, die in 6G, dem Internet der Dinge (IoT) und datengetriebenen Gesellschaften entstehen.