Seminare, Workshops und ähnliches werden durch den Aktionsfonds Demokratie gefördert. 

© RUB, Marquard

Aktionsfonds Demokratie

Diese Projekte werden gefördert

Die Ruhr-Universität fördert im Sommersemester 2026 Aktivitäten zur Stärkung von Demokratie und Wissenschaftsfreiheit mit bis zu 1.000 Euro. Elf Projekte wurden jetzt ausgewählt. 

Demokratische Werte, Wissenschaftsfreiheit und eine vielfältige Hochschulkultur müssen auch an der Ruhr-Universität aktiv geschützt werden. Deshalb hat die RUB den Aktionsfonds Demokratie aufgelegt, mit dem im Sommersemester 2026 Projekte mit bis zu 1.000 Euro unterstützt werden, die Demokratie und Wissenschaftsfreiheit stärken. Es geht darum, demokratische Diskurse am Campus zu fördern, Räume für Austausch und Reflexion zu schaffen sowie Engagement für eine offene und pluralistische Hochschulkultur sichtbar zu machen.

Geld aus dem Fonds erhalten unter anderem folgende Projekte:

9. bis 11. Juni: Academic Freedom Forum

Universitäten und Gesellschaften weltweit sehen sich mit einer Vielzahl tiefgreifender Herausforderungen und vielfältigen Krisen auf lokaler und globaler Ebene konfrontiert: zunehmende Einschränkungen der akademischen Freiheit und der Menschenrechte, (geo)politische Krisen sowie Demokratien im Dauerstresstest. In diesem volatilen Umfeld stehen Hochschuleinrichtungen unter zunehmendem Druck – nicht nur mit Blick auf Räume für unabhängige Forschung und kritische Debatten, sondern auch bei der Frage, wie sie aktiv zu resilienten Gesellschaften und zu einer nachhaltigen globalen Entwicklung beitragen können.

Das erste Academic Freedom Forum 2026 bringt international renommierte Fachleute aus dem Hochschulbereich sowie Forschende und Studierende aus aller Welt zusammen und schafft einen Raum für Dialog und Zusammenarbeit zu den drängenden globalen Herausforderungen, mit denen Universitäten und Gesellschaften heute konfrontiert sind.

23. Juni bis 15. Juli: Veranstaltungsreihe Biennalen und gesellschaftlicher Wandel

Anlass der Gesprächsreihe des Kunstgeschichtlichen Instituts der Ruhr-Universität Bochum ist die Manifesta 16, die vom 21. Juni bis 4. Oktober 2026 im Ruhrgebiet stattfindet. Erstmals 1996 in Rotterdam veranstaltet, formierte sich die „nomadische“ Biennale vor dem Hintergrund der politischen Umbrüche nach 1989 in Europa. Insbesondere in ihren frühen Ausgaben waren Aspekte der Demokratisierung sowie die Beziehungen zwischen Ost- und West zentral und verbanden sich mit dem Anspruch, durch die Förderung junger Künstler und Künstlerinnen kulturelle Vielfalt und transnationalen Zusammenhalt zu stärken. Drei Jahrzehnte nach ihrer Gründung und einer sich zeitgleich vollziehenden „Biennalisierung“ rücken heute zunehmend kritische Fragen nach organisatorischer Umstrukturierung, Gentrifizierung und Nachhaltigkeit in den Vordergrund. In Zeiten multipler Krisen, geprägt von autoritären Tendenzen, Kriegen, Klimawandel, sozialer Ungleichheit und Wohnungsnot diskutieren Akteure aus Theorie und Praxis anhand historischer und zeitgenössischer Beispiele die ambivalente Rolle von Biennalen und vergleichbaren Großereignissen in Momenten strukturellen und politischen Wandels.

30. Juni: Neutral, aber nicht ohne Werte: Ein Seminarangebot für Verwaltungsmitarbeitende

In Zeiten, in denen die freiheitlich-demokratische Grundordnung infrage gestellt wird, ist es wichtig, dass Verwaltungsmitarbeitende ihre Rolle beim Schutz dieser Werte klar definieren und ausfüllen können. An dieser Stelle setzt der Workshop des Vereins „Verwaltung für Demokratie“ an, der vom Dezernat für strategische Personal- und Talententwicklung angeboten wird. Er richtet sich explizit an Mitarbeitende aus der Kernverwaltung. Ziel ist es, zentrale Begriffe und Rollenverständnisse zu klären, Fallkonstellationen strukturiert zu bearbeiten und Handlungsspielräume bewusst zu nutzen. Anmeldungen sind bis zum 16. Juni 2026 im Fortbildungsportal möglich.

3. September: Warum wir Technik als Infrastruktur der Demokratie begreifen müssen

In einer zunehmend digitalisierten Welt ist es wichtig, die Rolle digitaler Technologien in demokratischen Gesellschaften zu verstehen. Dr. Lea Schönberger beleuchtet in ihrem Vortrag die Gestaltung technischer Systeme, Plattformen und Algorithmen und zeigt auf, wie sie mit Macht, Teilhabe und gesellschaftlicher Gestaltung verknüpft sind. Themen wie algorithmische Verzerrungen, Desinformation und digitale Abhängigkeiten werden behandelt, sowie Handlungsmöglichkeiten aufgezeigt, wie diesen Entwicklungen sowohl auf gesellschaftlicher Ebene als auch im individuellen Handeln begegnet werden kann. Der Vortrag richtet sich an alle Beschäftigten und Studierenden. Anmeldungen sind bis zum 13. August 2026 möglich. 

Angeklickt
  • Weitere Veranstaltungen zur Demokratiebildung, auch solche, die aus dem Domokratiefonds gefördert werden, werden hier nach und nach aufgelistet.

Veröffentlicht

Mittwoch
03. Juni 2026
09:47 Uhr

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