
Teilnehmende gesucht Studie zu Cortisol und Arbeitsgedächtnis
Eine neue Studie untersucht den Einfluss des Stresshormons Cortisol auf die Verarbeitung von sozialen Informationen.
Wie das Stresshormon Cortisol die kognitive Verarbeitung von sozialen Informationen beeinflusst, will das Team des Forschungs- und Behandlungszentrums für psychische Gesundheit (FBZ) der Ruhr-Universität Bochum herausfinden. Für die Studie werden noch Teilnehmende gesucht. Mitmachen kann, wer zwischen 18 und 35 Jahre alt ist, nicht regelmäßig raucht und nicht an Diabetes, Epilepsie, Asthma, oder einem Glaukom leidet. Die vollständige Teilnahme an der Studie wird mit 50 Euro vergütet. Eine Anmeldung ist bis zum 18. August 2025 über die Website https://l.rub.de/7818b37f möglich. Alternativ können Interessierte per E-Mail an trace-cortisolstudie@rub.de Kontakt zum Studienteam aufnehmen.
Im Rahmen der Studie bearbeiten die Teilnehmenden unterschiedliche Aufgaben am Computer über einen Zeitraum von drei Tagen, am ersten Tag online von zu Hause aus, am zweiten und dritten Tag im FBZ in der Bochumer Innenstadt. Dabei werden verschiedene körperliche Reaktionen gemessen, unter anderem die Herzfrequenz sowie der Cortisol-Spiegel. Eine Gruppe erhält am zweiten Tag eine geringe Menge des körpereigenen Hormons Cortisol und die andere ein Placebo.
Im Alltag verarbeitet das Gehirn verschiedene Informationen meist gleichzeitig und teilweise automatisiert. So können Menschen unvollständige Sätze verstehen oder Begriffe in Kategorien einordnen, ohne darüber nachzudenken. Wie gut solch eine Verarbeitung funktioniert, hängt auch vom Inhalt der Information ab. Sozial relevante Informationen werden eventuell anders verarbeitet als neutrale Fakten. Gleichzeitig rufen manche Informationen bestimmte Emotionen hervor. Die Studie untersucht die Zusammenhänge zwischen dem Arbeitsgedächtnis, sozialen Informationen und Emotionen mit Fokus auf die Rolle des Hormons Cortisol.