Dirk Jancke (links) und Callum White haben für das Paper zusammengearbeitet.
Neurowissenschaften
Wie psychedelische Drogen im Gehirn wirken
Forschungsergebnisse befeuern neue Ansätze in der Psychologie, psychedelische Substanzen unter ärztlicher Kontrolle zur Therapie bestimmter Krankheitsbilder einzusetzen.
Zur Behandlung von Angststörungen und Depressionen werden zunehmend psychedelisch wirksame Substanzen unter ärztlicher Kontrolle eingesetzt. Wie sie Wahrnehmung und Bewusstsein beeinflussen, ist weitgehend unbekannt. Ein Forschungsteam aus Hong Kong, Singapur und der Ruhr-Universität Bochum konnte nun erstmals im Tiermodell hochauflösende Bilder von Gehirnaktivitäten nach Verabreichung von Psychedelika zeigen. Die Forschenden entdeckten, dass Sehprozesse verstärkt auf Hirngebiete zugreifen, die Gedächtnisinhalte und Assoziationen abrufen. Dies könnte erklären, wie visuelle Halluzinationen entstehen. Die Studie ist am 11. Februar 2026 in der Fachzeitschrift Communications Biology erschienen.