Diese Forscherinnen waren an der Studie beteiligt (von links nach rechts): Hanna Böke (Doktorandin),  Dr. Katharina Spoida (Projektleiterin), Hannah Schulte (Doktorandin und Erstautorin), Maria Worm (Doktorandin).

© RUB, Kramer

Biologie

Furcht schneller verlernen

Aktiviert man bei Mäusen bestimmte Gehirnzellen, verlernen sie Furcht schneller. Diese Erkenntnisse liefern neue Ansatzpunkte für das Verständnis von Angststörungen. 

Furchtreaktionen wieder zu verlernen ist ein grundlegender Lernprozess des Gehirns. Er ermöglicht es, auf ehemals bedrohliche Situationen wieder flexibel zu reagieren, sobald keine Gefahr mehr besteht. Dieser Mechanismus, in der Forschung „Furchtextinktion“ genannt, spielt unter anderem bei der Behandlung von Angststörungen und Posttraumatischen Belastungsstörungen eine wichtige Rolle. Ein Team um Dr. Katharina Spoida vom Lehrstuhl Allgemeine Zoologie und Neurobiologie der Ruhr-Universität Bochum hat nun nachgewiesen, dass sich dieser Prozess beeinflussen und beschleunigen lässt: Wird ein bestimmter Typ von Nervenzellen im Gehirn aktiviert, zeigen Mäuse eine deutlich schnellere Abschwächung erlernter Furchtreaktionen. Die Forschenden berichten im Nature Journal „Translational Psychiatry“ vom 10. Januar 2026.

Veröffentlicht

Mittwoch
25. Februar 2026
09:27 Uhr

Teilen