Ibrahim El-Battrawy erforscht erbliche Herz-Rhythmus-Störungen. 

© Stephan Eichler

Translationale Kardiologie

Was hinter erblichen Herz-Rhythmus-Störungen steckt

Mutationen in einem bestimmten Gen sorgen dafür, dass in Herzmuskelzellen der pH-Wert steigt und der Ionenfluss gestört wird. Das kann für Genträger tödlich sein.

Das Short-QT-Syndrom ist eine angeborene Erkrankung, die zum plötzlichen Herztod im jungen Alter führt. Als mögliche Ursache wurden vor Kurzem Mutationen im Gen SLC4A3 beschrieben, welches den Bicarbonat-Chlorid-Austausch reguliert. Ein internationales Forschungsteam mit Beteiligung einer Forschungsgruppe der Ruhr-Universität Bochum ist diesem Verdacht nachgegangen. Die Forschenden konnten herausfinden, was verschiedene Varianten des Gens in Herzmuskelzellen bewirken. So war der intrazelluläre pH-Wert erhöht und der Ionenstrom veränderte sich. Diese Erkenntnisse könnten helfen, Betroffene besser personalisiert zu behandeln. Die Studie ist im European Heart Journal vom 5. März 2026 veröffentlicht.

Veröffentlicht

Freitag
08. Mai 2026
10:17 Uhr

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