Ibrahim El-Battrawy erforscht erbliche Herz-Rhythmus-Störungen.
Translationale Kardiologie
Was hinter erblichen Herz-Rhythmus-Störungen steckt
Mutationen in einem bestimmten Gen sorgen dafür, dass in Herzmuskelzellen der pH-Wert steigt und der Ionenfluss gestört wird. Das kann für Genträger tödlich sein.
Das Short-QT-Syndrom ist eine angeborene Erkrankung, die zum plötzlichen Herztod im jungen Alter führt. Als mögliche Ursache wurden vor Kurzem Mutationen im Gen SLC4A3 beschrieben, welches den Bicarbonat-Chlorid-Austausch reguliert. Ein internationales Forschungsteam mit Beteiligung einer Forschungsgruppe der Ruhr-Universität Bochum ist diesem Verdacht nachgegangen. Die Forschenden konnten herausfinden, was verschiedene Varianten des Gens in Herzmuskelzellen bewirken. So war der intrazelluläre pH-Wert erhöht und der Ionenstrom veränderte sich. Diese Erkenntnisse könnten helfen, Betroffene besser personalisiert zu behandeln. Die Studie ist im European Heart Journal vom 5. März 2026 veröffentlicht.