Das Auftakttreffen der Research Community Sustainability hat im April 2026 an der Ruhr-Universität Bochum stattgefunden.
Education, Sustainability und Diversity
UA Ruhr gründet drei Research Communities zu zentralen Zukunftsthemen
Die drei Hochschulen bündeln ihre Stärken in Forschungsgemeinschaften.
Die Universitätsallianz Ruhr baut ihre standortübergreifende Zusammenarbeit in zentralen Zukunftsfeldern weiter aus: Mit den neuen Research Communities zu Education, Sustainability und Diversity haben die drei Partneruniversitäten Ruhr-Universität Bochum, Technische Universität Dortmund und Universität Duisburg-Essen Plattformen für intensiven Austausch und strategische Weiterentwicklung gemeinsamer Forschungsschwerpunkte eingerichtet. Die Communities werden durch eine MERCUR-Strukturförderung finanziell unterstützt.
Das Ziel der drei Research Communities Education, Sustainability und Diversity in der Universitätsallianz Ruhr (UA Ruhr) ist es, die wissenschaftliche Expertise zu bündeln und die Zusammenarbeit strategisch weiterzuentwickeln, gemeinsame Aktivitäten insbesondere in der Forschung auszubauen, die internationale Sichtbarkeit zu erhöhen und gemeinsam Drittmittel einzuwerben. Damit verbunden ist die Stärkung der Förderung von Forschenden in frühen Karrierephasen.
Future of Education
Die Research Community Future of Education – initiiert von Prof. Dr. Nele McElvany (TU Dortmund), Prof. Dr. Nikol Rummel (Ruhr-Universität Bochum) und Prof. Dr. Isabell van Ackeren-Mindl (Universität Duisburg-Essen) – vereint 18 Gründungsmitglieder aus Erziehungswissenschaft, Psychologie, Fachdidaktiken, der Lehr-Lern-Forschung und Soziologie mit dem Ziel, die vielfältigen Kompetenzen der Bildungsforschung in der UA Ruhr systematisch zu vernetzen. Der Fokus liegt auf bildungsbezogenen Fragestellungen, um sie künftig noch besser interdisziplinär und über verschiedene Analyseebenen hinweg zu bearbeiten: von der Datenerhebung im Mikrobereich bis zu gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, etwa im Hinblick auf das Lernen in einer digitalisierten Welt. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in die Bildungspraxis, beispielsweise in der Lehrkräftebildung.
Sustainability
Die Research Community Sustainability wurde von Prof. Dr. Andreas Löschel (Ruhr-Universität Bochum), Prof. Dr. Christian Rehtanz (TU Dortmund) sowie Dr. Sebastian Schmuck (Universität Duisburg-Essen) initiiert und bündelt die Expertise von derzeit 19 Hochschullehrenden. Geplant ist auch die Einbindung einer neuen Klaus-Töpfer-Professur für Nachhaltige Entwicklung. Nachhaltigkeit ist an allen drei Universitäten ein zentrales Querschnittsthema mit zahlreichen Forschungsprojekten und -verbünden, etwa im Bereich der Energie- und Ressourcenwende, der Kreislaufwirtschaft, der Mobilität und der nachhaltigen Stadt- und Regionalentwicklung. Die Community führt technische und naturwissenschaftliche Ansätze mit sozial- und geisteswissenschaftlichen Perspektiven zusammen und adressiert Transformationsprozesse hin zu Klimaneutralität und Resilienz ebenso wie Fragen von Governance, Akzeptanz, Wirtschaftlichkeit und sozialer Teilhabe. Nachhaltigkeitstransformation wird dabei ausdrücklich im Dialog mit Wirtschaft, Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft gedacht.
Diversity and Society
Die Research Community Diversity and Society – initiiert von Prof. Dr. Aladin El-Mafaalani (TU Dortmund), Prof. Dr. Isolde Karle (Ruhr-Universität Bochum) und Prof. Dr. Nicolle Pfaff (Universität Duisburg-Essen) – bringt 18 Hochschullehrende aus Geistes-, Gesellschafts- und Bildungswissenschaften zusammen, um Diversitätsforschung standortübergreifend weiterzuentwickeln. Im Mittelpunkt stehen die Analyse sozialer, kultureller und institutioneller Formen von Vielfalt sowie deren Bedeutung für Teilhabe, Anerkennung und Gerechtigkeit in der Migrationsgesellschaft. Thematisch reicht das Spektrum von Bildungsgerechtigkeit, Migration, Inklusion und religiöser Vielfalt bis zur Untersuchung von Diskriminierung, Rassismus, Hass und gesellschaftlicher Polarisierung. Die Geschlechterforschung nimmt dabei als ein seit Jahrzehnten etablierter Schwerpunkt der UA Ruhr eine zentrale Rolle ein. Die Community knüpft an bestehende internationale Netzwerke an und stärkt mit neuen Formaten wie dem „Zertifikatsprogramm Diversität und Gender“ auch die Verankerung des Themas in der Lehre.