Büro in Almaty
Universitätsallianz Ruhr verstärkt Engagement in Zentralasien
Die neue Präsenz der Universitätsallianz Ruhr in Kasachstan ermöglicht den Ausbau strategischer Partnerschaften.
Die Universitätsallianz Ruhr (UA Ruhr) baut ihre Aktivitäten in Zentralasien weiter aus. Dazu hat das Verbindungsbüro für Osteuropa und Zentralasien eine neue Außenstelle in Almaty, einstige Hauptstadt von Kasachstan, eingerichtet. Mit diesem Schritt stärken die Ruhr-Universität Bochum, die Technische Universität Dortmund und die Universität Duisburg-Essen ihre Präsenz in der Region strategisch und schaffen neue Perspektiven für Forschung, Lehre und akademischen Austausch. Die Außenstelle hat die Arbeit aufgenommen, feierlich eröffnet wird sie im Oktober 2026.
Das Büro ist in der Staatlichen Akademie der Wissenschaften der Republik Kasachstan angesiedelt und Teil einer trilateralen Kooperation zwischen der UA Ruhr, der Akademie und der Deutsch-Kasachischen Universität (DKU). Ziel ist es, die wissenschaftliche Zusammenarbeit mit Partnerinstitutionen in Zentralasien nachhaltig auszubauen und zu institutionalisieren.
Stärkere regionale Präsenz
„Mit der Eröffnung des Büros erhält unser Verbindungsbüro der UA Ruhr lokale Unterstützung in Kasachstan. Dadurch kann die strategisch bedeutende und geografisch weitläufige Region Osteuropa/Zentralasien künftig noch intensiver betreut werden“, sagt Elena Resch, Direktorin des Verbindungsbüros. Zugleich wird das bestehende Engagement des Verbindungsbüros von Bochum aus in der gesamten osteuropäischen Region unverändert fortgeführt.
Die Kooperationen mit Zentralasien gewinnen zunehmend an Bedeutung. Die Themen spiegeln gemeinsame strategische Interessen Deutschlands und der zentralasiatischen Staaten wider:
- Energie und Nachhaltigkeit
- Rohstoffe und Ressourcenmanagement
- Klimaschutz und Umweltforschung
- Digitalisierung und Künstliche Intelligenz
- Wasser- und Umweltmanagement
- Gesundheitsforschung
- Mobilität und Infrastruktur
- Bildungs- und Hochschulentwicklung
Zur weiteren Intensivierung der Zusammenarbeit plant die UA Ruhr für September 2026 eine Online-Veranstaltung mit führenden Universitäten Zentralasiens. Das Ziel ist es, neue Kooperationen anzubahnen und bestehende Partnerschaften auszubauen.
Impulse durch das Förderprogramm „Bolashak“
Einen zusätzlichen wichtigen Impuls erhält die Zusammenarbeit durch die Aufnahme der Ruhr-Universität Bochum in das staatliche Förderprogramm „Bolashak“ der Republik Kasachstan, im Wintersemester 2026/2027 starten die ersten Stipendiatinnen und Stipendiaten an der RUB.
Das Programm zählt zu den renommiertesten internationalen Förderinitiativen der kasachischen Regierung und ermöglicht hochqualifizierten Studierenden und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern Studien- und Forschungsaufenthalte anführenden Universitäten weltweit. Die Förderung erfolgt vollständig durch den kasachischen Staat.
„Für die Ruhr-Universität Bochum eröffnet die Teilnahme neue Möglichkeiten zur Gewinnung internationaler Talente, zur Intensivierung wissenschaftlicher Kooperationen und zur Stärkung ihrer internationalen Sichtbarkeit“, sagt Prof. Dr. Kornelia Freitag, Prorektorin für Lehre an der RUB.