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Die kognitiven Fähigkeiten von Rabenvögeln sind ebenso ausgeprägt wie die von Menschenaffen. Dabei haben sie ein viel kleineres Gehirn.
Die kognitiven Fähigkeiten von Rabenvögeln sind ebenso ausgeprägt wie die von Menschenaffen. Dabei haben sie ein viel kleineres Gehirn.
© Jana Müller
Komplexe Kognition

Einige Vögel sind genauso schlau wie Affen

Die Gehirne von Vögeln und Säugetieren sind auf den ersten Blick sehr verschieden. Trotzdem sind die kognitiven Fähigkeiten einiger Vogelgruppen denen von Menschenaffen ebenbürtig.

Forschungsergebnisse der vergangenen Jahrzehnte legen nahe, dass Vögel ausgeklügelte kognitive Fähigkeiten besitzen. Eine Theorie besagt, dass sie diese nur in speziellen Bereichen, zum Beispiel beim Verstecken von Futter, anwenden können. Dass dies nicht der Fall ist, belegen Prof. Dr. Onur Güntürkün von der Ruhr-Universität Bochum und Prof. Dr. Thomas Bugnyar von der Universität Wien in einem Übersichtsartikel in der Zeitschrift „Trends in Cognitive Sciences“.

Die beiden Forscher trugen Studien zusammen, die diverse kognitive Fähigkeiten bei Vögeln nachgewiesen haben. „Das mentale Geschick von Rabenvögeln und Papageien ist ebenso ausgeprägt und vielfältig wie das der Menschenaffen“, sagt Onur Güntürkün, Leiter der Abteilung Biopsychologie in Bochum. Sie können unter anderem logisch denken, sich selbst im Spiegel erkennen und sich in andere hineinversetzen.

Komplexe Kognition braucht keinen Kortex

Bei Säugetieren ist die mehrschichtige Großhirnrinde, auch Neocortex genannt, für das kognitive Können verantwortlich. Diese Hirnstruktur besitzen Vögel nicht; bei ihnen meistert stattdessen das sogenannte Pallium die komplexen mentalen Aufgaben. Zudem haben Vögel erheblich kleinere Gehirne als Menschenaffen. „Wie können Vögel trotzdem die gleichen kognitiven Leistungen erbringen?“, fragt Güntürkün. „Ist es möglich, dass sich in den 300 Millionen Jahren unabhängiger Entwicklung von Vögeln und Säugetieren sehr unterschiedliche Hirnmechanismen für komplexe Denkprozesse entwickelt haben?“

Im Hinblick auf diese Frage wertete er gemeinsam mit seinem Kollegen zahlreiche neuroanatomische Studien aus. Fazit: Im Großen und Ganzen sind die Gehirne der beiden Tiergruppen tatsächlich sehr verschieden aufgebaut. Schaut man aber ins Detail, ergeben sich Gemeinsamkeiten. Einzelne Module der Gehirne sind zum Beispiel auf ähnliche Weise verschaltet, und beide Tiergruppen besitzen eine präfrontale Hirnstruktur, die ähnliche exekutive Funktionen steuert.

Ursprung der Gemeinsamkeiten unklar

Unklar ist, wie diese Gemeinsamkeiten zustande kamen. Entweder hat der letzte gemeinsame Vorfahre Vögeln und Säugetieren die neuronale Basis dafür vererbt. Oder – und das halten die Autoren für wahrscheinlicher – sie sind unabhängig voneinander in der Evolution entstanden, weil die beiden Tiergruppen vor den gleichen Herausforderungen standen. Das würde bedeuten, so die Forscher, dass bestimmte Verschaltungsmuster im Gehirn notwendig sind, um höhere Denkleistungen zu erbringen.

„Klar ist, dass der mehrschichtige Kortex der Säugetiere für komplexe Kognition nicht erforderlich ist“, schlussfolgert Güntürkün. „Auch das absolute Hirngewicht spielt für die mentalen Fähigkeiten keine Rolle.“ Während die Gehirne von Menschenaffen durchschnittlich 275 bis 500 Gramm auf die Waage bringen, schaffen es die kognitiv ebenso geschickten Vögel ohne Kortex gerade einmal auf 5 bis 20 Gramm.

Originalveröffentlichung

O. Güntürkün, T. Bugnyar (2016): Cognition without Cortex , Trends in Cognitive Sciences, DOI: 10.1016/j.tics.2016.02.001

Pressekontakt

Prof. Dr. Onur Güntürkün
Abteilung Biopsychologie
Institut für Kognitive Neurowissenschaft
Fakultät für Psychologie
Ruhr-Universität Bochum
Tel.: 0234 32 26213
E-Mail: onur.guentuerkuen@rub.de

Veröffentlicht
Donnerstag
3. März 2016
09.00 Uhr
Von
Julia Weiler (jwe)
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